GOLF…. VON WEGEN ELITÄR

Wird über Golf gesprochen, scheiden sich meist die Geister!  Das wird sich auch, denke ich, nicht so schnell ändern. Für viele (überwiegend jedoch im deutschsprachigen Raum) ist Golf immer noch ein exclusiver, spiessiger und zudem unverschämt teurer Zeitvertrieb, den sich nur Snobs und Millionäre mit entsprechend dicker Brieftasche leisten können. Oder eben wohlhabende Senioren: Die auf eigens für sie reservierten, parkähnlichen Gelände gemütlich spazieren gehen!  Das kann und will sich kein Normalsterblicher leisten, wie Nörgler und Miesmacher immer wieder mit Vehemenz betonen. Sie werden auch nicht müde zu erklären, dass Golf mit Sport nichts,  rein gar nichts zu tun hätte! Und lassen Golf, wenn’s hoch geht, vielleicht noch als Spiel gelten. 

Woher kommt diese Ablehnung? Ist es wirklich nur Unkenntnis – das alles was man nicht kennt, nichts wert ist? Oder spielt möglicherweise auch Neid eine Rolle? Es könnten aber auch Minderheiten-Probleme sein, mit denen viele Leute ihre liebe Not haben: Denn Golf ist -gemessen an der Weltbevölkerung- prozentual gesehen, ein Sport für eine Minderheit. Ebenso wie Migranten, auch die sind vielen Mitbürgern ein „Dorn im Auge“!

Auffallend ist jedoch, dass in dieser Beziehung ganz offensichtlich ein Nord-Süd Gefälle besteht: In Europas Süden – vor allem im Golfparadies Spaniens, gibt es keine Ressentiments gegen Golfer. Es wird hier kein Golfspieler schräg angeschaut. Der nicht Golf spielende Teil der Bevölkerung, missgönnt denen, die diesen Sport ausüben, ihr Hobby in keiner Weise. Es ist einfach kein Thema – obwohl gerade sie die Wirtschaftskrise ordentlich spüren.  Ganz im Gegenteil! Das mag daran liegen, dass die Menschen hier wissen, dass Golfer die hier ihren Urlaub verbringen - ihre Arbeitsplätze  sichern. 

Weltweit verdienen unzählige Männer und Frauen –direkt und indirekt- durch die Greenleidenschaft ihre Brötchen. 

Und ich spreche hier nicht von den Golfprofessionals!  

Kein Golfclub –übrigens auch kein Fussball- oder Tennisclubs, um bei Ballsportarten zu bleiben, kommt ohne Personal aus: Verwaltung, Manager der die Fäden in der Hand hält, Sekretärinnen…!  Ohne Platzwart samt Gehilfen, wäre ein Fussballplatz kaum spielbar – das gilt auch für Tennisplätze. Genauso wie Golfplätze von Greenkeppern spielbereit gehalten werden. Sie tragen alle dazu bei, dass  „der Laden läuft“, egal ob Fussball-, Golf-, oder Tennisplatz! Sie alle werden von Clubmitgliedern, zahlenden Gästen oder Fans bezahlt. Das gilt übrigens auch, nur nebenbei erwähnt, für Sporthallen, Schwimmbäder oder auch Muckibuden und andere Sportstätten! 

Sport - ganz allgemein gesehen ist ein enormer Wirtschaftsfaktor; egal ob Rad-, oder Skifahrer, Bob- oder Autorennfahrer, Tennis-, Fussball- oder eben auch Golfspieler, um nur einige zu nennen,  sie haben daran einen nicht unerheblichen Anteil. 

Aber so weit scheinen diese Ignoranten nicht zu denken!

Und ich habe mir abgewöhnt, mit Besserwissern und Krítikern, die speziell am Golfspiel und den Golfern kein gutes Haar lassen, zu diskutieren. Es bringt einfach nichts!

Denn als  ich –leider erst spät- mein Tennis-Racket in Pension geschickt und angefangen habe Golf zu spielen – das Gerede im Tennisclub war grenzenlos. Doch genau diejenigen, die damals lautstark erklärten: „Sie werden Tennis  nie  gegen einen  >Elitären Alt-Herren-Sport<, der noch dazu unverschämt teuer ist,  eintauschen……:  Sie alle spielen jetzt Golf und das verbissen!  

Na ja, >Wer schimpft der kauft!<  ist ein altes Sprichwort, das sich immer wieder bewahrheitet!

Für mich als Golferin ist und bleibt Golf ein interessanter, entspannender Sport! 

* Ein Sport der Körper und Geist fordert; 

* Ein Sport der in der freien Natur ausgeübt wird;

* Ein Sport der keine Altersgrenze kennt! 

* Ein Sport der demütigt macht; 

Von welcher anderen Sportart kann man das behaupten? 

Schon lange verkneife ich mir daher alle Argumente um anders Denkenden die vielen Vorzüge des Golfspiels zu erklären. Es ist müßig ihnen zu sagen, dass Golf genau betrachtet absolut leistbar geworden ist. Ich habe mir ganz einfach abgewöhnt, mit Leuten die am Golf kein gutes Haar lassen, zu diskutieren. Es bringt bringt nichts! 

Ich spiele Golf und das sehr gerne. Punkt!