Benahavis - Golf, Gastronomie, Kultur und unberührte Natur

Nur etwa 7 km entfernt von Marbella - etwas abseits der quirligen Küste,  im gebirgigen Teil der Costa del Sol, liegt auf ca.150 m über dem Meer: Benahavis - eines der typischen  >pueblo blanco< , der weissen Dörfer Andalusiens! 

Der Ort liegt malerisch eingebettet zwischen den teilweise hochaufragenden Felsen und sanften Bergkuppen, die mit  uralten Pinien, Stein-und Korkeichen bewachsen sind. Dazwischen undurchdringliches Dickicht des Stechginsters  (ulex spinosa) mit zarten gelben Blüten und tausenden, kräftigen Dornen -der in den heissen Sommermonaten wegen leicht entflammbarer Öle in seinen Ästen zu einem hohen Brandrisiko wird. Aber auch riesige Büsche des wilden, rosafarbenen Oleanders und die stacheligen Sträucher von Prunus Spimosa (Schlehdorn) mit den strahlend weissen Blüten (die Früchten bilden die Grundlage für den beliebten Likör Bacharán) setzen bunte Akzente in die wild-romantische Landschaft. Hier leben ungestört Hirsche, Füchse und Wildschweine.  Und durch diese undurchdringliche Wildnis haben sich auch die Flüsse >Guadaiza<  >Guadalmina< und  >Guadalmedina, die in den dahinterliegenden Gebirgszügen der
Serrania de Ronda ihren Ursprung haben, im Laufe der Zeit ein tiefes Bett gegraben. 

Maurisches Erbe

Benahavis - der Name setzt sich zusammen aus dem arabischen Wort für Sohn (ben oder ibn) und aus Havis, dem Namen des maurischen Herrschers der seinen Sitz im >Castillo de Montemayor< der nun allgemein zugänglichen Burg, in der die Geschichte des Ortes mit zahlreichen Exponaten und Schriften lebendig wird.  Es waren auch hier die Mauren, die gegen Ende des 11. Jahrhunderts den strategischen Wert der Gegend erkannten und den Ort gegründeten - auch wenn an verschiedenen Stellen ausserhalb des Ortes Beweise zu finden sind, dass lange davor schon Phönizier und Römer ihren Weg nach Ronda durch das unwegsame Gelände genommen haben.
Das Gemeindegebiet von Benahavis
erstreckt sich über 142 km2 - doch der Ort selbst ist klein und liegt geschützt in einem Talkessel - nur erreichbar über eine schmale, kurvenreiche Strasse, die durch eine Schlucht, welche sich der Rio Guadalmina auf seinem Weg zum nahen Mittelmeer gegraben hat, führt.

Einzigartige Gastronomie
Benahavis ist nicht mehr so verschlossen und geschützt wie früher, denn auch hier hat im Laufe der Zeit - zwar sehr subtil- die Moderne Einzug gehalten. Doch im alten Ortskern der von 1200 
Benahavilleños bewohnt wird, ist das
Erbe der Mauren noch nicht verblasst
und strahlt noch immer den exotische
Charme längst vergangener Zeiten aus. Die Gassen sind manchmal so eng, dass sich die Nachbarn fast durchs Fenster die Hand reichen können.

Ein üppig mit Blumen geschmücktes
Haus, lehnt sich an das nächste. Dazwischen immer wieder kleine Plätze mit plätschernden Brunnen...... um den, wie im Süden üblich - die Caballeros plaudernd warten bis Essenzeit ist

Benahavis für die unzähligen, erstklassigen Gastronomiebetriebe die sich hier fast Tür an Tür reihen, weit über die Grenzen hinaus, bekannt!  Industrie? die ist hier nicht vorhanden. Es gibt auch kaum
Handwerksbetriebe. Dafür ist Benahavis für die unzähligen,
erstklassigen Gastronomiebetriebe die sich hier fast Tür an Tür reihen, weit über die Grenzen hinaus, bekannt! Es würde den Rahmen sprengen, alle aufzulisten - daher verrate ich Ihnen meine Lieblingslokale: La Escalera, La Sarten und vor allem meinen absoluten Favoriten. das Restaurante Los Abanicos.

Traditionell sind hier vor allem Schmor- Gerichte: Wild, Lamm,Kaninchen, Rebhuhn......, Spanferkel am Spies.  Aber auch das hervorragende -meist auf der Parilla (Grill) zubereitete- Fleisch vom cerdo iberico (iberesisches Schwein das sich nur von Eicheln ernährt und daher sehr gesund sein soll) oder ein saftiges "chuletón de bue" - es ist ein riesiges Rindskotelett von dem gut und gerne 3 Personen satt werden. Dazu kommt viel knackiges Gemüse auf den Tisch und wer es ganz authentisch mag, der sollte sich dazu unbedingt die köstlichen >patatas a lo pobre< (Kartoffeln mit Zwiebeln) bestellen. Dazu ein hervorragender Wein aus Ronda.....   Wenn das nicht Genuss für alle Sinne ist!






Der Blick auf's Meer

An den sanften Ausläufern der Berge,  an den zum Meer hin offenen Ortsteilen von Benahavis sind exclusive Villen-Viertel und aussergewöhnliche Wohnanlagen, überweigend im andalusischen Stil, mit vielen arabisch anmutende Elementen,entstanden. Dazwischen schauen immer wieder die alten Wehrtürmen (Torre Leonares/Torre Daidin/Torre Tramores/Torre Esteri/Torre Cam...), heraus - oft überwuchert mit den leuchtend roten Blüten der Bouganvilleas.

Und es gibt hier auch Golfplätze - die Golfspieler haben die "Qual der Wahl"  und das im wahrsten Sinne des Wortes - liegen doch im Gemeindegebiet von Benahavis sieben der schönsten und bekanntesten Golf-Anlagen und Resorts der Costa del Sol: La Quinta / Los Arqueros/ El Higueral / Atalaya/ Flamingo/Alferini/Tramores / Marbella Club Resort / und  nicht zuletzt der exclusive Club de Campo von La Zagaleta dem luxuriösen Privat-Resort - allerdings kann man hier nur auf einladung abschlagen. Die meisten davon bieten mehr als nur 18 Golfbahnen - zusammengezählt können Golfer den kleinen weissen Ball 208 mal einlochen - zuviel für einen Tag, aber gerade richtig für einen unvergesslichen  Golf-Urlaub!
  
Aber sie finden in Benahavis auch hervorragende Hotels: Allen voran den luxuriösen Villa Padierna Palace, auch das Benahavis Gran Hotel ist sehr zu empfehlen. Aber auch das kleine, intime Boutiquehotel Amanhavis in dem man übrigens auch ausgezeichnet essen kann.

Andalusien, die Costa del Sol.... sie sind zu jeder Jahreszeit eine Reise wert - mit mehr als 300 Sonnenstunden im Jahr ist gerade die Zeit zwischen Oktober bis Mai für Golfspieler ideal.Und  wenn man schon da ist, da darf ein Abstecher nach Benahavis, dem küstennahen >pueblo blanco< nicht fehlen. Ich garantiere Ihnen, Sie werden es nicht bereuen!