Sotogrande, San Roque - El Campo de Gibraltar

Von Marbella, dem Mittelpunkt der Costa del Sol zu dem nicht weniger bekannten, nicht weniger beliebten  Urlaubsparadies Sotogrande / San Roque sind es an die 55 km. Auf der Fahrt dorthin verändert die Landschaft langsam, aber merklich ihr Gesicht. Die hohen, teilweise kahlen Kalkgebirge, als letzte auch die Sierra Bermeja ziehen sich, so hat man das Gefühl, immer weiter ins Landesinnere zurück. Ihre teilweise recht hügeligen Ausläufer sind zerfurcht von zahlreichen, oft hinter undurchdringlichem Gebüsch
versteckten Wasserläufen, dem einen oder anderen steinigen Flussbett, das oft kaum Wasser führt: Nicht so, der breite Guadiaro, der vor der gleichnamigen kleinen Ortschaft, auf der Fahrt überquert wird und kurze Zeit später, nahe dem Yachthafen von Sotogrande, seine Wassermengen ins Mittelmeer fliessen lässt.
Hier beginnt Cadiz eine der acht Provinzen Andalusiens und der „Campo de Gibraltar“ (das Feld von Gibraltar), samt dem berühmten Felsen von Gibralter. Diese  "Comarca"  
endet erst hinter der Hafenstadt Tarifa am Atlantik und damit am südlichsten Zipfel Europas.

Berge, Hügel - dazwischen weite Ebenen
Aber es ist nicht nur die Landschaft, die hier zwar ausgesprochen ebenfalls schön, aber trotzdem eine vollkommen andere ist, als am oberen Teil der Costa del Sol. Es ist auch das Klima ein völlig anderes als dort, wo die doch relativ hohen Gebirgszüge -die Sierras- die Küste von den kalten Nordwinden verschonen.
Hier, am „Campo de Gibraltar“
Zwischen Europa und Afrika - die Strasse von Gibraltar

und im Gebiet von Sotogrande / San Roque ist der Einfluss des nahen Atlantik deutlich zu spüren: Zwar scheint auch hier die Sonne, sehr oft sogar - verwöhnt Mensch, Tier und Natur mit ihren warmen Strahlen. Doch es weht auch öfter der „Poniente“, was im heissen Sommer durchaus auch seine angenehmen Seiten hat. Doch im zeitlichen Frühjahr, auch im Spätherbst und in den Wintermonaten sind es oft die Westwinde, die feuchte und auch kühle Atlantikluft in dieses Gebiet bringen. Daher sind auch die Temperaturen an manchen Tagen doch um einige Grade niederer, der meist recht heftige Regen häufiger, als an der süd-östlichen Sonnenküste.
Bis vor etwa 50 Jahren war hier nichts als unberührte, fast wilde Natur. Einige wenige der berühmten, weissen Dörfer - etwa "Jimena de la Frontera" - liegen verstreut an den Berghängen und waren damals nur auf unbefestigten Wegen erreichbar. Die Menschen lebten hauptsächlich von der Landwirtschaft. Auch heute noch sind vereinzelt, die typischen Finca’s zu finden. Meist bepflanzt mit Orangen-, Oliven- sehr oft auch Feigen- oder Nispero-Bäumen. Dazwischen riesige Viehweiden  auf denen jahraus-jahrein Rinder und die berühmten Toros  und wie überall in Andalusien, auch Ziegen und Schafe grasen. 

San Roque
Wie in unzähligen anderen Gegenden Andalusiens waren auch in diesem Gebiet Phönizier, Römer, nicht zuletzt auch die Mauren – doch nur noch sehr wenige ihrer Spuren blieben erhalten. Mit einer Ausnahme: Die 171 v.Chr. gegründete  römische Stadt Carteia. Hier schlugen, im zweiten punischen Krieg  (206 v.Chr.) die Römer die Karthager. Die  zwischen 1960-1990 erfolgten Ausgraben sind beredte Zeugen längst vergangener Zeit. San Roque dagegen wurde erst 1706, während der spanischen Erbfolgekriege von den Spaniern gegründet, die nach der Eroberung Gibraltars
Gibraltar heute
durch die englische Krone, von dort geflüchtet sind. Heute ist San Roque - ihr wurde 1913 von König Alfonso XIII. das Stadtrecht verliehen - der Hauptort von einem 146,9 km2 grossen Gebiet, in dem sich  luxuriöse Urbanisationen ausgebreitet haben: Sotogrande, Valderama.....! 

Im Jahr 1961, kam die Wende: Aus der einst landwirtschaftlich geprägten Gegend wurde Sotogrande zu einer der beliebtesten, sehr luxuriösen Urlaubsdestinationen an der westlichen Costa del Sol. 

Sotogrande - Sonne, Ruhe, Natur 
aber auch  Luxus, Lebensqualität und Diskretion sind hier seitdem zu Hause. Zu verdanken ist dies dem erfolgreichen, schwerreichen Immobilien-Tycon Joseph R. Mc Micking, einem auf den Philipinen geborenen Amerikaner und seiner Frau Mercedes geb. Zobel de Ayala y Roxas - die anlässlich eines Besuches die unberührte Landschaft im Campo de Gibraltar kennen und lieben lernten! Sie erkannten das enorme, viel Lebensqualität versprechende Potential dieser Gegend. 1962 erwarben sie drei aneinander grenzende Ländereien . begeisterten Verwandte, Freunde, Bekannte - vor allem wohlhabende Familien und spanische Aristokraten mit klingenden Namen: Etwa die Mitglieder des Hauses de Alba, Cayetano Martinez de Irujo, den Herzog von Huesca, aber auch Jaime de Marchalar, Catalina Morena de la Cova..... sie alle bauten sich in dem 1800 Hektar grossen Sotogrande  ihre Sommerresidenzen: Elegante Luxuriöse Villen versteckt hinter hohen Hecken umgeben von üppig bepflanzten, gepflegten Gärten. Es entstanden auch einige hochwertige kleine Wohnanlagen - alle in dem für Andalusien typischen Baustil, mit den unverkennbaren maurisch-arabischen Elementen - die inmitten einer jahraus-jahrein blühenden mediterranen Landschaft liegen. 

Golf und Polo - Sie haben in Sotogrande immer Saison
Es entstanden unzählige Sportanlagen: Der 1964 eröffnete Yachthafen, in dem nicht nur im Sommer grosse und vor allem teure Yachten vor Anker liegen. Der elitäre Beachclub, zwei Tennisplätze, ein Rugbyclub, das 'Raquet-Centre, Reitanlagen und vor allem Polo-Plätze..... 

Mehr noch, Sotogrande ist das erste und prominenteste Polo-Zentrum am
Santa Maria Polo
 Europäischen Kontinent: Der Santa Maria Polo Club mit 9 Polo-Feldern und dem >Ayala Polo Club<. Die Initatioren waren der Philipinische Industrielle und Diplomat Jaime Zobel de Alaya und sein Bruder Enrique, Milliardär und zudem Chef der Banco de Philipinas. 

Die exclusivsten Golfplätze sind die zu Hause

Der >Real Club de Golf Sotogrande< ein Par 72 Kurs mit einer Länge von 6,304 Metern wurde 1964 eröffnet - entworfen von Robert Trent Jones sen., einem der wohl bekanntesten Golfplatz-Designer (es war übrigens sein erster Golfplatz in Europa). Er hat sich auf diesem nur etwa 150 Meter vom Meer entfernt liegenden „königlichen“ Kurs, selbst ein Denkmals gesetzt: Mit meist erhöht liegenden Tees, breiten, überwiegend pfannkuchenplatten Fairways; Dazu ausgesprochen schnellen, interessant geformten Greens, die von 69 -der insgesamt 100 Bunker- bewacht werden. Den Golfern wird auf diesen 18 Löchern die höchste Präzision beim Angriff auf die Flagge abverlangt.
Einige Jahre später erwarb  der aus Bolivien stammende Minenbesitzer Don Jaime Ortiz-Patiño (1930-2013), von J.R.Micking ein  mit uralten Korkeichen beflanztes grosse Terrain : "Les Aves". Es war der Startschuss für den nunmehr weltbekannten >Real Club Valderama<
Real Club Valderama
der 1984 eröffnet wurde. Auch er zeigt die Handschrift von Robert Trent Jones sen. entworfen, der sich hier selbst übertroffen hat. Es entstand ein gepflegter Privat-Platz, in einem ganz aussergewöhnlichen Layout, mit herausfordernden Spielbahnen die von uralten Korkeichen gesäumt werden. Kein Wunder also, dass sich hier jahrelang die Elite der Golfprofis ein Stelldichein gab: 1996 war es der Rydercup, bei dem es der Mannschaft Europas gelang die Amerikaner in die Knie zu zwingen. Zwischen 1988 und 2008 war es das Endturnier der Europaen Tour - das bekannte >Volvo Masters“ das tausende begeisterter Golfer nach
Valderrama ist lockte um 4 Tage lang ihre favorisierten Golfprofis zu begleiten. Mit einem Wort der >Real Club Valderama< ist und bleibt  der renommiertesten Golfplatz Spaniens – viel mehr noch, ganz Europas und er zählt zweifelsfrei auch zu den Top 100 schönsten Golfanlagen der Welt.
Doch der bekannte amerikanische Golfplatz-Architekt hat auch bei einer weiterer Golfanlage seine Hand im Spiel: >Club de Golf La Cañada< ein sehr schöner Platz, den es sich unbedingt zu spielen lohnt! Der ursprünglich 9-Loch-Platz gehört der Gemeinde Guadiario, wurde 1987 eröffnet und im Jahr 2000 auf 18 Löcher ausgebaut. 
Mittlerweile gibt es in dieser ausgesprochen ruhigen, man möchte fast sagen beschaulichen Gegend, neben den  genannten Golfanlagen noch vier weitere, excellente Spielbahnen, die das Golfspiel zum Vergnügen machen. 
Da wäre zunächst der aussergewöhnlich schöne, sehr gepflegte >San Roque Old< er wurde 1990 eröffnet. Der 18-Loch-Platz trägt die Handschrift des bekannten Golfplatzarchitkekten Dave Thomas. Vor knapp 10 Jahren -genauer  im Jahr 2005- wurde der >San Roque New< eröffnet.
San Roque New
Ein sehr anspruchvoller Par 72 Championship-Kurs mit einer Länge von 6,690 Meter, den Perry Dye gemeinsam mit dem zu früh verstorbenen Severiano Ballesteros, entworfen hat. 

In unmittelbarer Nachbarschaft, eigentlich auf Sichtweite, da befindet sich das >Almenara Golf Resort<. Die 27 Spielbahnen sind auf drei vollkommen unterschiedliche Terrains angelegt
Almenara Golf Resort
 und verlangen dem Golfer einiges ab. Trotzdem macht es grossen Spass sie zu bezwingen!

Der >La Reserva de Sotogrande> ein 6,721 Meter langer Par 72  18-LochKurs, wurde von Cabell B. Robinson  in die leicht hügelige ,weite  und sehr ruhige Landschaft gesetzt. Lange, meist sehr breite Fairways, oft ondulierte Greens fordern ein überlegtes Spiel, das man anschliessend in dem sehenswerten, gemütlichen Clubhaus ausklingen lassen kann.
Und zu guter Letzt:  Nur wenige Kilometer entfernt liegt der einzige Links-Kurs der Costa del Sol. Die in Golferkreisen sehr bekannten und äusserst beliebten 18-Loch des 1992 eröffneten >Alcaidesa Links<. Sie tragen die Handschrift von Dave Thomas. Es ist immer ein besonderes Erlebnis diesen herausfordernden Platz, der vor allem auch durch seine Lage entlang dem Meer besticht, zu spielen: Mitgeliefert wird dabei auch der Blick  auf den berühmten Affenfelsen von Gibraltar,
Alcaidesa Links
der zum greifen nahe ist,  Aber auch  auf den nur 14 km entfernten Afrikanischen Kontinent.  Im Altertum galt Gibraltars Felsen als das Ende der Welt und zusammen mit dem ebenfalls sichtbaren, nur 803 Meter  hohen Felsen "Dschebell Musa" an der  Küste des Königreichs Marroko    wurden sie als die  "Säulen des Herkules" bezeichnet, die durch die nur  14 Km breite Wasser-Strasse von Gibraltar getrennt sind. Im  Jahr 2007 wurden dann die 18-Loch des 6,373 m langen Par 72  ">Alcaidesa Heathland< eröffnet. Die Spielbahnen sind eher an der dem Meer abgeneigten

Seite angelegt, versprechen aber ein genauso interessantes, sehr abwechslungsreiches Spiel.

Abschliessend sei gesagt: Der Campo de Gibraltar, ganz besonders natürlich Sotogrande versprechen garantiert einen kurzweiligen, etrlebnisreichen, sehr angenehmen Urlaub,  den man nicht so schnell vergisst!

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HOTEL: 

Sotogrande Marina Club Hotel ****

NH Almenara****

The Suites at San Roque Club****


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