Gelebte Traditionen - Weihnachten in Andalusien

Die traditionelle Noche Buena

Heiligabend wird auf Spanisch Noche Buena genannt. An diesem Tag versammelt sich die gesamte Familie zu einem großen Weihnachtsessen. Nach dem Mahl folgt traditionell die sogenannte „Urne des Schicksals“. In dieser befinden sich viele Geschenke und Nieten. Sie wird auf den Tisch gestellt und jeder darf aus der Urne so lange etwas herausziehen, bis er ein Geschenk in den Händen hält.
Die eigentliche Bescherung jedoch erfolgt traditionell am 6. Januar, wobei einige Kinder schon am 24. Dezember ihre Präsente erhalten. So können sie damit über die Weihnachtsfeiertage spielen.
Um 24 Uhr wird sich in Spanien zur Mitternachtsmesse in der Kirche getroffen, die auch „Misa del Gallo“ genannt wird. Dies bedeutet „Messe des Hahn“, da dieser die Geburt des Jesuskindes als Erster verkündet hat.
Im Anschluss wird sich in kleineren Ortschaften auf bedeutenden Plätzen versammelt. Gemeinsam werden Weihnachtslieder (villancios) angestimmt oder es wird ein Feuer angezündet, um bis in die Morgenstunden gemeinsam zu feiern.

Mit dem Heiligenabend hört das Fest nicht auf

Nach dem Heiligenabend hört das Weihnachtsfest jedoch nicht auf. Bereits am 28. Dezember ist der „Tag der unschuldigen Kinder“, der auf Spanisch „Dia de los inocentes“ heißt. Dieser Tag soll an den Kindsmord in Betlehem erinnern, den der römische Klientelkönig Herodes veranlasst hatte. Der Tag wird jedoch nicht traurig begangen, sondern er kann eher mit dem 1. April in Deutschland verglichen werden. So spielen im gesamten Land die Menschen kleine Streiche.
Ein weiterer bedeutender Weihnachtsbrauch ist das Erscheinen des Olentzero bzw. des Kohlenbrenners. Dieser kommt aus den Bergregionen in die Dörfer, um die schöne Nachricht über die Geburt des Christuskindes zu verkünden. Er wird dabei auf den Schultern getragen.
Außerdem gibt es die sogenannte „Fiesta de Loco“ bzw. das „Fest des Verrückten“, bei dem sich ein Junge als Bischof verkleidet und für einen Tag diese Rolle spielt.
Am 30. Dezember bis zum 1. Januar wird die „Fiesta de la Coretta“ abgehalten, mit der zugleich das neue Jahr eingeläutet wird. Im Rahmen dieses Festes sammeln die Menschen Brennholz und eine Kiefer wird geschlagen, die im Anschluss geschmückt wird. Sie wird schließlich durch das Dorf getragen und gesegnet.
Am Silvesterabend wird sich traditionell auf den Rathausplätzen getroffen und zu jedem Glockenschlag um 12 Uhr nachts wird eine Weintraube, „uvas de suerte“, verspeist.
Am 5. Januar ziehen die Weisen aus dem Morgenland durch die spanischen Dörfer. In vielen Orten finden zudem Krippenaufführungen statt. Die Drei Heiligen Könige verteilen Süßigkeiten und am Abend stellen die Kinder Schuhe, Wasser und Stroh vor die Tür. Sie sind für die Drei Heiligen Könige und ihre Kamele. Die Kinder hoffen so, möglichst viele Geschenke zu erhalten.

Die ersehnte Bescherung am Dreikönigstag

Den Abschluss der Weihnachtstage stellt der 6. Januar bzw. der Dreikönigstag dar. Am „Dia de los Reyes“ warten die Sprösslinge sehnsüchtig auf ihre Geschenke, die häufig bereits morgens verteilt werden. An diesem Tag kommt erneut die Familie zusammen und es folgt ein Festessen. Insbesondere der Rosco de Reyes (Dreikönigskuchen) als Spezialität nimmt einen hohen Stellenwert bei der kulinarischen Auswahl ein. Dabei handelt es sich um einen Kuchen in Ringform, in dem sich ein kleines Figürchen befindet. Wer dessen Figur findet, darf sich König des Tages nennen.

Göttliche Genüsse zum Fest

Zu den Bräuchen in der Weihnachtszeit gehören selbstverständlich auch bestimmte Speisen. Für gewöhnlich ist das Weihnachtsessen sehr üppig. Das Festtagsmenü startet mit ein paar Häppchen, die kalt oder warm serviert werden. Darauf folgen der erste und der zweite Gang sowie zum Abschluss das Dessert.
Ähnlich wie in Deutschland gibt es regionale und individuelle Unterschiede, was genau zum Essen zubereitet wird. In den Küstenregionen stehen gern Meeresfrüchte und Fisch auf dem Tisch. Im Landesinneren wird das Festtagsmenü von iberischen Wurstwaren, Braten und anderen Fleischspeisen bestimmt. Während zum Essen vornehmlich Weine gereicht werden, erfolgt nach dem Menü ein Anstoßen mit Sekt oder Apfelwein.
Die Süßspeisen werden durch Zutaten wie Honig, Mandeln, Früchte und Schokolade dominiert. Traditionell wird zur Weihnachtszeit das Mandelgebäck Turrón gereicht, von dem es inzwischen die unterschiedlichsten Variationen gibt. Beliebt sind ferner geformte Figuren aus Marzipan, Schmalzgebäck bzw. Mantecados und Mürbegebäck bzw. Polvorónes.
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Die Weihnachts- und Adventszeit in Spanien

Die Weihnachstszeit in Spanien im Überblick. Die wichtigsten Termine, Traditionen und Bräuche im Überblick.
Weihnachtliche Festbeleuchtung in Andalusien
Arena Photo UK / shutterstock.com

Lotto spielen als Weihnachtstradition

Die Weihnachtszeit in Spanien beginnt später als in Deutschland und anderen Ländern. Während hierzulande spätestens am 1. Adventssonntag die Einstimmung auf Weihnachten beginnt, stellt in Spanien die Ziehung der Weihnachtslotterie (Sorteo extraordinario de Navidad) am 22. Dezember den Beginn  für die Weihnachtsfeiertage dar.
Der Nikolaustag ist zwar in Spanien sogar ein Feiertag, allerdings wird dieser Tag nicht zu Ehren von St. Nikolaus begangen, sondern es wird die spanische Verfassung gefeiert, welche 1978 bei einer Volksabstimmung vom Volk angenommen wurde.
Die erste kleine Weihnachstsstimmung kommt dann aber am 8. Dezember auf. Der Tag der Unbefleckten Empfängnis (Día de la Inmaculada Concepción) wird in Sevilla mit dem Tanz der „Seises“ gefeiert. Die “Seises” sind zwölf Chorknaben (früher waren es 16, daher der Name), die Gesang und Tanz vortragen.
In einigen Regionen, vorwiegend in Barcelona und Teilen von Katalonien, feiert man am 13. Dezember den Tag der Heiligen Lucia (Dia de la Santa Lucía). Das Luciafest hat aber in Spanien bei Weitem nicht die Bedeutung wie z.B. in den skandinavischen Ländern.
Wie bereits erwähnt, beginnt die wahre Weihnachtszeit mit der Weihnachtslotterie. Die Festlichkeiten dauern dann auch bis zum 6. Januar, dem Tag der Heiligen Drei Könige.

Heiligabend mit der Familie

Am 24. Dezember (Noche Buena) gibt es Spanien zwar traditionell keine Geschenke, eventuell nur ein paar Kleinigkeiten, der Abend wird aber gewöhnlich im Kreise der Familie verbracht. Es gibt zuerst ein üppiges Weihnachtsessen, danach wird die Urne des Schicksals auf den Tisch gestellt. Anschließend stimmt die Familie gemeinsam Villancicos (spanische Weihnachtslieder) an. Zum Abschluss des Heiligen Abends findet um Punkt 24 Uhr die Mitternachtsmesse „Misa del Gallo“ (Messe des Hahns) statt.
Der 25. Dezember ist in Spanien ebenfalls ein gesetzlicher Feiertag, der im Kreise der Familie verbracht wird. Wer es sich leisten kann, geht in ein gutes Restaurant essen. Am 26. Dezember haben die Spanier nicht frei, es sei denn, der 25. fällt auf einen Sonntag.
Während in vielen Ländern damit die Weihnachtszeit ihren Höhepunkt bereits überschritten hat, warten in Spanien noch einige weihnachtliche Highlights: Am 28. Dezember ist z.B. der Tag der unschuldigen Kinder (Día de los Inocentes), die spanische Version des 1. April. Also Vorsicht: An diesem Tag in Spanien nicht alles glauben...

Geschenke gibt es erst im Januar

Bis zur Bescherung müssen die spanischen Kinder bis zum 6. Januar warten. Erst am Tag der Heiligen Drei Könige ist Bescherung, mit der die Weihnachtsszeit in Spanien auch zu Ende geht.
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Weihnachtsbräuche in Spanien

Weihnachten ist ein bedeutendes Fest in Spanien und kennt viele Traditionen, die in Deutschland nicht existieren. So ist der geschmückte Tannenbaum beispielsweise erst seit den 1980er-Jahren in vielen Häusern zu finden. Einen höheren Stellenwert hat die Krippe mit dem Jesuskind.
Weihnachtsbräuche Spanien
Der Umzug Cabalgata de Reyes Mago findet immer am 5. Januar statt
criben / Shutterstock.com

Die traditionelle Noche Buena

Heiligabend wird auf Spanisch Noche Buena genannt. An diesem Tag versammelt sich die gesamte Familie zu einem großen Weihnachtsessen. Nach dem Mahl folgt traditionell die sogenannte „Urne des Schicksals“. In dieser befinden sich viele Geschenke und Nieten. Sie wird auf den Tisch gestellt und jeder darf aus der Urne so lange etwas herausziehen, bis er ein Geschenk in den Händen hält.
Die eigentliche Bescherung jedoch erfolgt traditionell am 6. Januar, wobei einige Kinder schon am 24. Dezember ihre Präsente erhalten. So können sie damit über die Weihnachtsfeiertage spielen.
Um 24 Uhr wird sich in Spanien zur Mitternachtsmesse in der Kirche getroffen, die auch „Misa del Gallo“ genannt wird. Dies bedeutet „Messe des Hahn“, da dieser die Geburt des Jesuskindes als Erster verkündet hat.
Im Anschluss wird sich in kleineren Ortschaften auf bedeutenden Plätzen versammelt. Gemeinsam werden Weihnachtslieder (villancios) angestimmt oder es wird ein Feuer angezündet, um bis in die Morgenstunden gemeinsam zu feiern.

Mit dem Heiligenabend hört das Fest nicht auf

Nach dem Heiligenabend hört das Weihnachtsfest jedoch nicht auf. Bereits am 28. Dezember ist der „Tag der unschuldigen Kinder“, der auf Spanisch „Dia de los inocentes“ heißt. Dieser Tag soll an den Kindsmord in Betlehem erinnern, den der römische Klientelkönig Herodes veranlasst hatte. Der Tag wird jedoch nicht traurig begangen, sondern er kann eher mit dem 1. April in Deutschland verglichen werden. So spielen im gesamten Land die Menschen kleine Streiche.
Ein weiterer bedeutender Weihnachtsbrauch ist das Erscheinen des Olentzero bzw. des Kohlenbrenners. Dieser kommt aus den Bergregionen in die Dörfer, um die schöne Nachricht über die Geburt des Christuskindes zu verkünden. Er wird dabei auf den Schultern getragen.
Außerdem gibt es die sogenannte „Fiesta de Loco“ bzw. das „Fest des Verrückten“, bei dem sich ein Junge als Bischof verkleidet und für einen Tag diese Rolle spielt.
Am 30. Dezember bis zum 1. Januar wird die „Fiesta de la Coretta“ abgehalten, mit der zugleich das neue Jahr eingeläutet wird. Im Rahmen dieses Festes sammeln die Menschen Brennholz und eine Kiefer wird geschlagen, die im Anschluss geschmückt wird. Sie wird schließlich durch das Dorf getragen und gesegnet.
Am Silvesterabend wird sich traditionell auf den Rathausplätzen getroffen und zu jedem Glockenschlag um 12 Uhr nachts wird eine Weintraube, „uvas de suerte“, verspeist.
Am 5. Januar ziehen die Weisen aus dem Morgenland durch die spanischen Dörfer. In vielen Orten finden zudem Krippenaufführungen statt. Die Drei Heiligen Könige verteilen Süßigkeiten und am Abend stellen die Kinder Schuhe, Wasser und Stroh vor die Tür. Sie sind für die Drei Heiligen Könige und ihre Kamele. Die Kinder hoffen so, möglichst viele Geschenke zu erhalten.

Die ersehnte Bescherung am Dreikönigstag

Den Abschluss der Weihnachtstage stellt der 6. Januar bzw. der Dreikönigstag dar. Am „Dia de los Reyes“ warten die Sprösslinge sehnsüchtig auf ihre Geschenke, die häufig bereits morgens verteilt werden. An diesem Tag kommt erneut die Familie zusammen und es folgt ein Festessen. Insbesondere der Rosco de Reyes (Dreikönigskuchen) als Spezialität nimmt einen hohen Stellenwert bei der kulinarischen Auswahl ein. Dabei handelt es sich um einen Kuchen in Ringform, in dem sich ein kleines Figürchen befindet. Wer dessen Figur findet, darf sich König des Tages nennen.

Göttliche Genüsse zum Fest

Zu den Bräuchen in der Weihnachtszeit gehören selbstverständlich auch bestimmte Speisen. Für gewöhnlich ist das Weihnachtsessen sehr üppig. Das Festtagsmenü startet mit ein paar Häppchen, die kalt oder warm serviert werden. Darauf folgen der erste und der zweite Gang sowie zum Abschluss das Dessert.
Ähnlich wie in Deutschland gibt es regionale und individuelle Unterschiede, was genau zum Essen zubereitet wird. In den Küstenregionen stehen gern Meeresfrüchte und Fisch auf dem Tisch. Im Landesinneren wird das Festtagsmenü von iberischen Wurstwaren, Braten und anderen Fleischspeisen bestimmt. Während zum Essen vornehmlich Weine gereicht werden, erfolgt nach dem Menü ein Anstoßen mit Sekt oder Apfelwein.
Die Süßspeisen werden durch Zutaten wie Honig, Mandeln, Früchte und Schokolade dominiert. Traditionell wird zur Weihnachtszeit das Mandelgebäck Turrón gereicht, von dem es inzwischen die unterschiedlichsten Variationen gibt. Beliebt sind ferner geformte Figuren aus Marzipan, Schmalzgebäck bzw. Mantecados und Mürbegebäck bzw. Polvorónes.
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Weihnachtsbräuche in Spanien

Weihnachten ist ein bedeutendes Fest in Spanien und kennt viele Traditionen, die in Deutschland nicht existieren. So ist der geschmückte Tannenbaum beispielsweise erst seit den 1980er-Jahren in vielen Häusern zu finden. Einen höheren Stellenwert hat die Krippe mit dem Jesuskind.
Weihnachtsbräuche Spanien
Der Umzug Cabalgata de Reyes Mago findet immer am 5. Januar statt
criben / Shutterstock.com

Die traditionelle Noche Buena

Heiligabend wird auf Spanisch Noche Buena genannt. An diesem Tag versammelt sich die gesamte Familie zu einem großen Weihnachtsessen. Nach dem Mahl folgt traditionell die sogenannte „Urne des Schicksals“. In dieser befinden sich viele Geschenke und Nieten. Sie wird auf den Tisch gestellt und jeder darf aus der Urne so lange etwas herausziehen, bis er ein Geschenk in den Händen hält.
Die eigentliche Bescherung jedoch erfolgt traditionell am 6. Januar, wobei einige Kinder schon am 24. Dezember ihre Präsente erhalten. So können sie damit über die Weihnachtsfeiertage spielen.
Um 24 Uhr wird sich in Spanien zur Mitternachtsmesse in der Kirche getroffen, die auch „Misa del Gallo“ genannt wird. Dies bedeutet „Messe des Hahn“, da dieser die Geburt des Jesuskindes als Erster verkündet hat.
Im Anschluss wird sich in kleineren Ortschaften auf bedeutenden Plätzen versammelt. Gemeinsam werden Weihnachtslieder (villancios) angestimmt oder es wird ein Feuer angezündet, um bis in die Morgenstunden gemeinsam zu feiern.

Mit dem Heiligenabend hört das Fest nicht auf

Nach dem Heiligenabend hört das Weihnachtsfest jedoch nicht auf. Bereits am 28. Dezember ist der „Tag der unschuldigen Kinder“, der auf Spanisch „Dia de los inocentes“ heißt. Dieser Tag soll an den Kindsmord in Betlehem erinnern, den der römische Klientelkönig Herodes veranlasst hatte. Der Tag wird jedoch nicht traurig begangen, sondern er kann eher mit dem 1. April in Deutschland verglichen werden. So spielen im gesamten Land die Menschen kleine Streiche.
Ein weiterer bedeutender Weihnachtsbrauch ist das Erscheinen des Olentzero bzw. des Kohlenbrenners. Dieser kommt aus den Bergregionen in die Dörfer, um die schöne Nachricht über die Geburt des Christuskindes zu verkünden. Er wird dabei auf den Schultern getragen.
Außerdem gibt es die sogenannte „Fiesta de Loco“ bzw. das „Fest des Verrückten“, bei dem sich ein Junge als Bischof verkleidet und für einen Tag diese Rolle spielt.
Am 30. Dezember bis zum 1. Januar wird die „Fiesta de la Coretta“ abgehalten, mit der zugleich das neue Jahr eingeläutet wird. Im Rahmen dieses Festes sammeln die Menschen Brennholz und eine Kiefer wird geschlagen, die im Anschluss geschmückt wird. Sie wird schließlich durch das Dorf getragen und gesegnet.
Am Silvesterabend wird sich traditionell auf den Rathausplätzen getroffen und zu jedem Glockenschlag um 12 Uhr nachts wird eine Weintraube, „uvas de suerte“, verspeist.
Am 5. Januar ziehen die Weisen aus dem Morgenland durch die spanischen Dörfer. In vielen Orten finden zudem Krippenaufführungen statt. Die Drei Heiligen Könige verteilen Süßigkeiten und am Abend stellen die Kinder Schuhe, Wasser und Stroh vor die Tür. Sie sind für die Drei Heiligen Könige und ihre Kamele. Die Kinder hoffen so, möglichst viele Geschenke zu erhalten.

Die ersehnte Bescherung am Dreikönigstag

Den Abschluss der Weihnachtstage stellt der 6. Januar bzw. der Dreikönigstag dar. Am „Dia de los Reyes“ warten die Sprösslinge sehnsüchtig auf ihre Geschenke, die häufig bereits morgens verteilt werden. An diesem Tag kommt erneut die Familie zusammen und es folgt ein Festessen. Insbesondere der Rosco de Reyes (Dreikönigskuchen) als Spezialität nimmt einen hohen Stellenwert bei der kulinarischen Auswahl ein. Dabei handelt es sich um einen Kuchen in Ringform, in dem sich ein kleines Figürchen befindet. Wer dessen Figur findet, darf sich König des Tages nennen.

Göttliche Genüsse zum Fest

Zu den Bräuchen in der Weihnachtszeit gehören selbstverständlich auch bestimmte Speisen. Für gewöhnlich ist das Weihnachtsessen sehr üppig. Das Festtagsmenü startet mit ein paar Häppchen, die kalt oder warm serviert werden. Darauf folgen der erste und der zweite Gang sowie zum Abschluss das Dessert.
Ähnlich wie in Deutschland gibt es regionale und individuelle Unterschiede, was genau zum Essen zubereitet wird. In den Küstenregionen stehen gern Meeresfrüchte und Fisch auf dem Tisch. Im Landesinneren wird das Festtagsmenü von iberischen Wurstwaren, Braten und anderen Fleischspeisen bestimmt. Während zum Essen vornehmlich Weine gereicht werden, erfolgt nach dem Menü ein Anstoßen mit Sekt oder Apfelwein.
Die Süßspeisen werden durch Zutaten wie Honig, Mandeln, Früchte und Schokolade dominiert. Traditionell wird zur Weihnachtszeit das Mandelgebäck Turrón gereicht, von dem es inzwischen die unterschiedlichsten Variationen gibt. Beliebt sind ferner geformte Figuren aus Marzipan, Schmalzgebäck bzw. Mantecados und Mürbegebäck bzw. Polvorónes.
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Es weihnachtet...,  und das auch im Süden Spaniens!  Wer es sich  nicht vorstellen kann und glaubt, dass  weihnachtliches Flair  nur in nörderlicheren Gefilden zu Hause ist, dort wo  um diese Zeit (vielleicht) eine dicke Schneedecke für eine romantische Stimmung mitverantwortlich ist....., der irrt. Sehr sogar!
Gerade hier in Andalusien, ja selbst an der Costa del Sol, ist - ob Sie es nun glauben oder nicht - romantische Weihnachtsstimmung garantiert! 
Calle Marqués de Larios
Wenn auch hier die Tage kürzer werden, am späteren Nachmittag  vom Osten her,  langsam die Nacht über das Meer kriecht - die ersten Sterne am schwarz-blauen Himmel  sichtbar werden, dann verwandeln ab Anfang Dezember   Millionen von Lichtern Andalusiens
Plaza de la Constitutiòn
Städte. Aber auch die an der Costa del Sol. Allen voran Malàga, wobei nicht nur in der Innenstadt -  die Alameda Principal, die Calle Marqués de Larios, die Plaza de la Constitutiòn sondern auch die umliegenden Gassen und
engen Gässchen des alten Judenviertels in einem
einzigartigem Lichtermeer
Lichtermeer erstrahlen.
Selbst  in Marbella leuchten in der langen Avenida Ricardo Soriano, die Avenida del Mar mit den vielen Sculpturen  Dalli's, oder auch in den verwinkelten Gassen und Plätze in  Marbella's  Altstadt...... die "Luces de Navidad" mit den Sternen am Himmel um die Wette.  
Genauso wie  in all den anderen Orten entlang der Küste: Etwa Fuengirola, Mijas, San Pedro de Alcantara, Estepona, ja selbst in den entlegensten  Weissen Dörfern an den Berghängen im Hinterland sind Strassen, Gassen, Plätze festlich und fantasievoll geschmückt. Nicht selten sind auch Verkehrsinseln mit einem Meer von roten Weihnachtssternen (Euphorbia pulcherrima) bepflanzt.
Adventskonzerte -auch auf öffentlichen Plätzen laden zum lauschen und träumen ein. Sehenswert auch die "Lebenden Krippenspiele" die von  Laienschauspieler dargestellt werden. Daneben Schulkinder die "Navideñas Villancicos" - typische Spanische Weihnachtslieder. begleitet von der Zambomba vortragen....! 
Der Duft von gebrannten Mandeln, von Orangenpunsch liegt in der Luft - überall werden die köstlichen "Polvorónes", "Mantecados", "Pestiños", "Yemas"......
 
Mantecados
die bei keinem Weihnachtsfest in Andalusien fehlen. Genauso wenig wie Turrón und Mazapan (Marzipan).  Oder gar die >Alfajor> - Kekse,  mit einer
süssen Füllung, überzogen mit Zuckerguss oder Schokolade. Aussergewöhnliche Süssigkeiten, die  etwas gemeinsam haben: Mandeln,Eier, Zucker.... mit allen möglichen anderen Ingredienzien (Kakao,Kokos, Sesam, Orangen,Limonen usw.) verfeinert und  geschmacklich verändert werden. Und noch etwas eint sie, diese süssen Sünden: Sie sind ein Erbe der Mauren - ein Erbe von Al-Andalus!

Ein erster Höhepunkt - die Weihnachtslotterie
Es gibt wohl kaum einen Spanier, aber auch kaum einen Andalusier der nicht zumindest eines gekauft hat -  ein Los der  >Loteria de Navidad<. , das immerhin 200 Euro kostet.
Am 22. Dezember hängt daher fast ganz Spanien vor den Bildschirmen, wenn in einer fast dreistündigen  Fernsehshow die Gewinnzahlen gezogen werden. Wenn neben dem "El Gordo"  (dem "Dicken"), dem Hauptgewinn  auch zahlreiche kleinere Gewinne ausgespielt werden.
Die spanische Weihnachtslotterie ist die größte und älteste Lotterie der Welt. Sie wurde von König Karl III. gegründet, der damit den leeren Staatssäckel füllen wollte -  erstmals im Jahr 1763 ausgespielt. Seit 1812 erfolgt die Ziehung der Lose in der noch heute praktizierten Form. Waren es früher Waisenkinder - so sind es heute  Schülerinnen und Schüler der Schule San Ildefonso in Madrid welche singend die Gewinnzahlen vortragen.  
Kein Wunder also, das dieser Tag zu einem deren Höhepunkte der  spanischen Weihnachtszeit zählt - hofft doch jeder, - der ein Los besitzt auf den  Hauptgewinn - den "El Gordo" den Dicken!
Gelebte Weihnachts-Traditionen   
Wie in allen christlichen Ländern, wird das Fest des Friedens, der Freude, der Liebe gefeiert und das recht ausgiebig,  ist doch gerade Andalusien für viele der Inbegriff von Stolz, gepaart mit Temperament, übersprudelnder Lebensfreude, Leidenschaft und Tradition. Natürlich macht all das auch nicht vor der andalusischen Küche halt. Besonders sichtbar wird es bei den  zahlreichen Festen -  ganz besonders auch am Heilgabend - der "Noche Buena": Das Abendessen wird zu einem fröhlichen Fest im Kreis der meist grossen Familie. Nach dem Essen kommt die „Urne des Schicksals“ auf den Tisch - darin sind kleine Geschenke, aber auch Nieten.  Jeder zieht solange, bis er ein Geschenk bekommen hat.  

  Eine Bescherung am 24.Dezember  wie wir sie kennen - einen Christbaum, das Christkind oder gar den Weihnachtsmann....... diesen Brauch sucht man  vor allem bei traditionsbewussten Andalusiern vergeblich. Er hat sich kaum und wenn, dann nur in solchen Familien durchgesetzt, in denen etwa dass ein Elternteil diese Weihnachtsrituale einbringt.

Um 24 Uhr, besuchen dann alle gemeinsam die Mitternachtsmesse "Misa de Gallo"  - "Messe des Hahnes", denn der Legende nach, soll ein Hahn als erster die Geburt Jesus verkündet haben. Die  festlich geschmückten Kirchen, in denen uralte, kunstvoll gestaltete riesige Krippen Jahr für ahr  besondere Anziehungskraft auf Alt und Jung ausüben.

Ein Festmahl das Stunden dauert  
Auch der 25.Dezember, der erste Weihnachtsfeiertag, der gehört ganz der Familie!  Die sich zum ebenfalls traditionellen Weihnachtsessen trifft:Da kommt alles auf den Tisch, was die spanische Küche an lukullischen Köstlichkeiten zu bieten hat. Angefangen beim Jamon, über die verschiedensten Käsesorten -vor allem ein Manchego gehört unbedingt dazu. Natürlich dürfen auch die verschiedensten selbst gemachten Croquettas und andere ausgesuchte Tapas nicht fehlen .
Obwohl die Andalusier  "das"  typische Weihnachtsessen nicht kennen - geschlemmt wird trotzdem.  Beliebt ist ein knusprig gebratener Truthahn gefüllt mit Äpfeln, Kastanien, Pflaumen. Andere bevorzugen "Cordero asado del horno" (Lamm in Ofen geschmort) , andere wiederum  lieben ein saftiges Chuleton de Bue (Kotelett vom Rind) oft am heissen Stein zubereitet. Aber auch Fisch und Meeresfrüchte finden regen Zuspruch. 
Dass dazu auch einer der  hervorragenden, spanischen "Tinto's" getrunken  wird - das versteht sich doch eigentlich von selbst!
Doch dem nicht genug - "Dulces" die süssen Deserts die den Andalusiern das Leben versüssen - sie gibt es in unzähligen Varianten und auch sie gehören zu einem Festmahl einfach dazu: So kommt fast sicher >Turrón< auf den Tisch,den die Hausfrau aus gerösteten Mandeln, Zucker, Honig und Eiern selbst herstellt. Auch  >Caspiroleta< - eine Creme  aus 16 Eidottern und viel Zucker. Herrlich schmeckt auch das >Pan fritto<:  Weissbrotschnitten, die mit einer Mischung aus Sahne, Eigelb, Zucker getränkt, mit Paniermehl umhüllt, heraus gebacken und  dann in Zimt-Zucker gewälzt, serviert werden. Oder die allgegenwärtige >Crema Catalana<  - die allseits beliebte Variante der >Crème  brûlée< mit der knackigen Karamell-Kruste.
Wer glaubt, dass das schon alles war.... mitnichten: Auch nach dem -oft Stunden dauerndem,  Weihnachtlichen Festmahl fehlt er nicht, der >Cafe corto<,  begleitet von einem alten  >Carlos Imperial< oder >Solera Gran Reserva<, die bekannten Brandys von höchster Qualität, die jedem noch so teurem Französischen Cognac  garantiert Parole bieten. Und die Señoras und Señoritas - sie bevorzugen einen süssen Pacharan.
 
>Dia de los Inocentes>
Der 28.Dezember ist ein Tag mehr, der in Andalusien eine  Bedeutung hat. Es ist der "Tag der unschuldigen Kinder" Er erinnert an den von König Herodes zur Zeit der Geburt von Jesus Christus angeordneten Kindermord. 
Der Tag  lässt sich mit unserem 1. April zu vergleichen: An dem  auch wir versuchen Menschen zum Narren zu halten. Und wie bei uns verbeiten  auch die Tageszeitungen Meldungen - die viele Menschen für bare Münze nehmen und die sich später als Scherz herausstellt.
Nun verabschiedet es sich bald das alte Jahr - auch die Menschen in Andalusein hoffen darauf, dass es ihnen möglichst viele gute und glückliche  Stunden bringt. 

12 Trauben - ein glückliches Neues Jahr
Jedes Land, jedes Volk hat in der letzten Nacht des Jahres seine Rituale: Die Deutschen lassen vom Abendessen einen Rest am Teller - damit es im neuen Jahr nicht an Speisen mangelt. Ein Teller voll Linsensuppte  in der "Notte di Cappodanno" soll den Italienern im neuen Jahr Geld bringen. 
Die Menschen in den Alpen,  hängen in der Neujahrsnachts  keine gewaschene Wäsche auf, denn das bringt Unglück. 
Und die Spanier?  Egal wo sie Sylvester feiern,ob zu Hause, im Restaurant oder mit Freunden. Vor Mitternacht geht man gemeinsam auf  öffentliche Plätze: Dort wird  live der Glockenturm mit seiner riesigen Uhr  auf der Puerta del Sol in Madrid, wo bereits eine unübersehebare  Menschenmenge der Dinge harrt, die da kommen: Die 12 Glockenschläge exakt  zu den letzten 12 Sekunden des alten Jahres. Dabei muss nacheinander 1 Traube verspeist werden . Nur wer alle 12  >Uvas de suerte< (die es übrigens


abgezählt zu kaufen gibt)schafft, dem winkt im neuen Jahr das Glück. Zumindest werden dabei rund 600 Millionen Trauben verspeist - wenn das kein gesunder Brauch ist?

Eine Bescherung die auf sich warten lässt   
Das Ritual der weihnachtlichen Geschenke, das gibt es natürlich auch in Spaniens sonnigen Süden. Doch hier werden vor allem die Kinder auf eine harte Probe gestellt - Geschenke, die gibt es erst am 6. Jänner.
Während  in den Alpenländern  traditionell das  Christkind und seine Engel  bereits am 24.Dezember  die Geschenke unter den Weihnachtsbaum legte, übernimmt  dort der Weihnachtsmann  zunehmend diese Arbeit un d damit droht eine Tradition mehr in Vergessenheit zu geraten. 
Der dicke, freundlich lächelnde alte Mann mit weissem Rauschebart und roter Pelzbesetzter Kutte - Santa Claus ist bei Angelsachsen, Scandinaviern und in den USA  als  Geschenkebringer bekannt. In Frankreich ist es  >Pere Noël<  (die Brasilianer nennen ihn >Papai Noel<) der die Geschenke in den bereit gestellten Schuhen verteilt - Während "Väterchen Frost"  den Russen  Geschenke bringt.



Doch auf der Iberischen Halbinsel sind es immer noch  die Heiligen 3 Könige: Caspar, Melchior, Balthasar!  Sie waren es, die bereits der Legende nach, dem Neugeborenen Jesuskind die Geschenke brachten! 
Der "Dia de Los Reyes" - der Dreikönigstag ist der Tag, an dem auch  in ganz Spanien die Weihnachtszeit  zu  Ende geht.
Doch der  vor allem von Kindern sehnlichst erwartete Höhepunkt der ist am Abend des 5.Jänner 

05-01-2014
Heilige Drei Könige

Malaga – das Zentrum der Festlichkeiten

Großer Umzug durch die Strassen der Stadt

Malaga – das Zentrum der Festlichkeiten
Andaluz TV Nachrichten
© andaluz.tv
Wenn die Heiligen Drei Könige, Melchor, Caspar und Baltasar, in die Stadt von Malaga einziehen, dann wird dies natürlich mit einem großen Umzug gefeiert. Mehrere Umzugswagen und Musikgruppen stehen parat, um zehntausende von Kindern und Eltern einen tollen Abend zu bereiten.

In Malaga werden 11 Tonnen an Süßigkeiten verteilt.

Los geht’s in La Alcazaba, unterhalb der Burg von Malaga, durch die Altstadt in Richtung Hafen und dann wieder zurück!

Die Bilder gibt es hier auf andaluz.tv zu sehen.

PS: Im letzten Jahr verstarb ein sechsjähriger Junge dabei, als er versuchte die Bonbons von der Strasse zu sammeln und von einem Traktor überrollt wurde. Im Anschluss wurde eine zweitägige Trauer ausgerufen.
- See more at: http://www.andaluz.tv/nachrichten/nachricht-andalusien.php?idNot=14534#sthash.kgWxhF1z.dpuf
 
"La Cabalgata de los Reyes"  
Die "Drei Könige aus dem Morgenland" sind da!

Wenn der Tag sich langsam verabschiedet,  ab etwa 17 Uhr,  ziehen  die "Drei Weisen aus dem Morgenland"  und ihr Gefolge in Städte und Dörfer ein, um ihre heißersehenten Geschenke zu überbringen! 

Tausende aufgeregte Kinder und Erwachsene säumen auch die Strassen  von Málagas Innenstadt.
Sie warten ungeduldig darauf  bis die "Heiligen 3 Könige" endlich mit dem Schiff im Hafen anlegen. Dort werden sie vom Bürgermeister und anderen Honoratioren feierlich begrüßt. Erst dann beginnt  der lange,  von lautstarker  Musik begleitete Umzug die >Cabalgata de Reyes< - bei dem Szenen von Disneys Zeichentrickfilmen, Märchen,
aber auch weihnachtliche und biblischen Motiven dargestellt sind - endlich sichtbar wird.
War es  jedoch bis vor kurzem  üblich, dass tonnenweise Süssigkeiten und kleine Spielzeuge in die aufgeregt  wartende Menge geworfen wurden -  so wurde das wegen eines tragischen Unfalls, bei dem ein kleiner Junge unter die Räder eines Umzugswagen geriet,  mittlerweile verboten. Jetzt bekommen die Kinder Säckch mit Süssigkeiten, die natürlich auch gerne angenommen werden.
Ist der Umzug vorbei, dann zieht es die Kinder rasch nach Hause. Müssen sie doch vor dem zu Bett gehen, ihre Schuhe und zudem auch  Stroh und Wasser für die Kamele der Könige vor ihre Zimmer  stellen um endlich die  erhofften  Geschenke zu bekommen.

Das Ende der Weihnachtszeit
Wie in vielen anderen, hauptsächlich katholisch geprägten  Ländern, ist    der Tag der "Heiligen Drei Könige" auch hier ein  Feiertag. Die Weihnachtszeit ist zu Ende und wird  auch wieder im Kreise der Familie, dort und da auch mit Freunden, verabschiedet. Einmal mehr sind es natürlich   lukullische Genüsse die diesen Tag bestimmen. Und an diesem Tag kommt wieder eine typische   süsse Spezialität den Tisch: 
Der "Roscón de Reyes"   - der Königskranz. Im Teig sind einige Überraschungen (Figuren, Münzen, Zettel versteckt und..... eine Bohne: Und wer die  bekommt, der darf die Krone tragen und ist für einen Tag der König oder die Königin der Familie!
Allerdings: genau betrachtet ist das kein Brauch, der nur in Spanien, bzw. Andalusien existiert. Es gibt ihn auch in anderen Ländern - etwa in der Schweiz, Frankreich, den Niederlanden, aber auch Südamerika, Mexiko, ja selbst in den USA (New Orleans). Und überall schmeckt der  Königskuchen etwas anders als hier. 
Sie sollten  daher den "Roscón de Reyes" unbedingt einmal versuchen!

Wenn sie  aber einmal einen "Roscón de Reyes" selbst  nachbacken möchten - hier das klassische  Rezept aus   Andalusien: 



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Wenn die Heiligen Drei Könige, Melchor, Caspar und Baltasar, in die Stadt von Malaga einziehen, dann wird dies natürlich mit einem großen Umzug gefeiert. Mehrere Umzugswagen und Musikgruppen stehen parat, um zehntausende von Kindern und Eltern einen tollen Abend zu bereiten.

In Malaga werden 11 Tonnen an Süßigkeiten verteilt.

Los geht’s in La Alcazaba, unterhalb der Burg von Malaga, durch die Altstadt in Richtung Hafen und dann wieder zurück!

Die Bilder gibt es hier auf andaluz.tv zu sehen.

PS: Im letzten Jahr verstarb ein sechsjähriger Junge dabei, als er versuchte die Bonbons von der Strasse zu sammeln und von einem Traktor überrollt wurde. Im Anschluss wurde eine zweitägige Trauer ausgerufen. - See more at: http://www.andaluz.tv/nachrichten/nachricht-andalusien.php?idNot=14534#sthash.kgWxhF1z.dpu
ausenden Kindern und Eltern,  freudig und lautstark begrüsst ziehen die  prächtig gekleideten "3 Weisen aus dem Morgenland "  mit viel weihnachtlicher Musik und  einem nicht enden wollenden Umzug durch die Strassen der Innenstadt von Málaga. Vom Rathaus kommend, wo sie in einem feierlichen Akt vom Bürgermeister begrüsst werden bewegen sich die unzähligen Wagen mit Figuren aus bekannten Zeichentrick-Filmen, Kindermärchen aber auch weihnachtlichen Szenen

Sollten Sie  vielleicht sogar um die Weihnachts-Zeit Málaga und die Costa del Sol  besuchen..... um das neue Jahr hier zu begrüssen. Möglicherweise auch um der "Golflosen Zeit" in Mittel- und Nordeuropa zu entfliehen und um hier ihrem Lieblingssport nach zu gehen, dann dürfen Sie (auch wenn sie vermutlich keine  kleineren Kinder mehr dabei haben) eine "Cabalgata" - diesen sehenswerten Umzug der Heiligen Drei Könige 2014 keinesfalls versäumen!

Hier finden Sie die  Routen der  
"Cabalgata de Reyes" (Drei Königs-Umzug) in:

Málaga 

Der traditionelle Umzug der Heiligen Drei Könige  beginnt um 17 Uhr am Rathaus mit der folgenden Route: Avenida de Cervantes -  Plaza General Torrijos - Paseo del Parque - Plaza de la Marina - Marques de Larios - Plaza de la Constitución - Granada - Calderería - Méndez Nuñez - Tejon y Rodríguez - Carretería - Pasillo Santa Isabel - Plaza de Arriola - Torregorda - Alameda Principal - Plaza de la Marina - Molina Lario - Cortina del Muelle - Avenida de Cervantes - Rathaus.

Fuengirola

Hier  landen die heiligen Könige  um 16 Uhr sogar mit dem Helikopter im Stadium Elola Der Umzug beginnt  ab 17 Uhr in Los Boliches und entlang der Plaza del Carmen - Avenida de Los Boliches - Avenida Ramon y Cajal - Avenida Matias Saenz de Tejada - Avenida Condes de San Isidro - Plaza de España - Avenida Juan Gomez “Juanito” und calle Mallorca,.

Marbella-Umgebung

Hier haben Sie die Wahl und können die "Cabalgata" fan folgenden 3 Orten mitverfolgen: 
 
Marbella 18 Uhr Start in Calle Guadalete Street (Gebäude La Zambomba) -  Avenida Severo Ochoa - Avenida Ramon y Cajal - Avenida Ricardo Soriano und endet in der Avenida Ricardo Soriano, Ecke Calle Gregorio Marañón.
Nueva Andalucía: 15.30 Start an der Kirche Virgen Madre - Avenida Gustavo Adolfo Becquer - Calle Alvaro de la Iglesia, Calle Lope de Vega, Calle Garcilaso de la Vega, Avenida Miguel de Cervantes, Calle Jorge Manrique und endet in der Avenida Gustavo Adolfo Becquer.
San Pedro Alcantara: 18 Uhr Start auf dem Volksfestgelände, Avenida Jorge Guillen - Avenida Pablo Picasso - Calle Lagasca - Calle Jerez - Avenida Marques del Duero -  Calle Hernan Cortes - Calle 19 de octubre - Avenida Oriental und Plaza de la Iglesia.



Weihnachtsessen in Spanien

Die Adventszeit ist in ganz Spanien jedes Jahr aufs Neue eine Phase mit vielen liebevollen Festakten, womit üppige Festmahle und die traditionelle spanische Küche einhergehen. In dieser besonders warmherzigen, fröhlichen Zeit kommen Spanier sehr gern in den Hochgenuss von hausgemachten Spezialitäten und Leckereien.
Weihnachtsessen Spanien
Eine spanische Familie beim cena de navidad
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Advent, Advent, das Festmahl steht

Für einen waschechten Spanier bedeutet die Weihnachtszeit viel mehr, als nur die Geburt des Christus oder Romantik - in dieser Saison gönnt man sich mit seinen Liebsten und seinen Angehörigen das Feinste vom Feinsten, die aufwendigsten Speisen.
Da die Landesküche sehr reichhaltig an vielen unterschiedlichen Gerichten und Geschmäckern ist, erscheint es fast als unmöglich, ihr zu widerstehen. Vor allem zu Weihnachten machen die Delikatessen jede Mahlzeit zu einer unvergesslichen.
Wenn du also zufällig zu dieser heiligen Zeit in Spanien bist, wirst du mit Sicherheit in einen solchen Genuss kommen.

Weihnacht liegt in der Luft

Die üppigsten Festmahle gibt es selbstverständlich an den wichtigsten Feiertagen der Adventszeit: Das geschätzte Abendessen an Heiligabend mit der ganzen Sippe lässt keine einheimische Familie außen vor. Auch am letzten Tag eines jeden Jahres, an Silvester, wird mit allen Angehörigen vorzüglich diniert.
So könnte man meinen, dass nur abends warm gegessen wird, aber das ist definitiv nicht der Fall: Am 1. Weihnachtsfeiertag, am 1. und am 6. Januar, dem Dreikönigstag, werden reichhaltige Mittagessen mit viel Liebe gekocht und angerichtet.
Außerdem sind ähnlich wie in den USA während der gesamten Weihnachtszeit Restaurants, Bars, öffentliche Plätze, Theater und Geschäfte festlich verziert.
Überall siehst Du brennende Kerzen, Adventsmotive, eine Inszenierung der Geburtsstädte Jesu mit der Heiligen Maria und Josef.
In dieser Saison voller Liebe ist es in Spanien üblich, sich mit guten Freunden, Verwandten oder Geschäftspartnern zu treffen und zum Beispiel essen zu gehen. Durch den vermehrten Anlauf bieten viele Restaurants sogar spezielle Menüs an, die sich der weihnachtlichen Stimmung anpassen.
Wenn du das auch gerne tun möchtest, vergiss auf keinen Fall einen Tisch zu reservieren - sonst musst du unter Umständen stundenlang warten.

Was steht auf der spanischen Speisekarte?

Die Weihnachtsessen zur Adventszeit sind normalerweise sehr opulent, und werden so gut wie immer mit sogenannten Aperitifhappen eröffnet, die heiß und kalt angeboten werden - je nach Geschmack. Daraufhin folgen der erste Gang und der Hauptgang.
An Auswahl oder Variation mangelt es hier nicht: Im Repertoire gibt es von Fisch, Fleisch, Gebratenem, Meeresfrüchten, sämtlichen Suppen und Gemüsesorten alles, was nicht nur das spanische Herz begehrt. Oft beruht die Zubereitung auf einem traditionsreichen Familienrezept, das von Generation zu Generation weitergegeben wird.
Besonders begehrt sind beispielweise Truthahn, Austern, Schinken und Rotkohl.
Zum Essen trinkt man für gewöhnlich einen exquisiten spanischen Wein.
Wenn alle satt sind, was bei einem spanischen Festessen schon mal mehrere Stunden dauern kann, wird abschließend mit einem leckeren Apfelwein angestoßen - natürlich nur die Erwachsenen.
Als Nachspeise gibt es häufig viele süße, kalorienreiche, farbenfrohe Kreationen.
Sie bestehen unter anderem aus den gängigen Zutaten: geröstete, geriebene oder ganze Mandeln, Zucker, Obst, Kakao und Honig - der reinste Himmel für begeisterte Naschkatzen und Genießer, denn für jeden Geschmack ist hier etwas dabei.
Natürlich gibt es auch regionale Unterschiede: Jede Region in Spanien hat eigene Traditionen und Bräuche, sowie spezielle Rezepte.
Der absolute Renner in der Adventszeit ist allerdings der sogenannte Turrón. Ein Gebäck, das aus Alicante stammt und aus Mandeln, Eiweiß und Honig besteht. Es gibt inzwischen unzählige Verfeinerungen und Arten von Turrón, zum Beispiel eines mit Nugat und verschiedenen Nüssen.

Der Weihnachtsmann lässt auf sich warten - späte Geschenke

In Spanien kommt der Weihnachtsmann allerdings nicht an Heiligabend, sondern am 6. Januar, dem Dreikönigstag. Alle Kinder freuen sich auf diesen Tag und erwarten ihn gespannt, nicht zuletzt wegen des vorzüglichen Dreikönigskuchens und einer heißen Tasse Kakao. Und mit ihm der Moment für den köstlichen Dreikönigskuchen mit heißer Schokolade.
Wenn du es also liebst, mit engen Freunden und deiner Familie zusammen zu speisen, dann wirst du die Weihnachtszeit in Spanien vergöttern.
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Die traditionelle Noche Buena

Heiligabend wird auf Spanisch Noche Buena genannt. An diesem Tag versammelt sich die gesamte Familie zu einem großen Weihnachtsessen. Nach dem Mahl folgt traditionell die sogenannte „Urne des Schicksals“. In dieser befinden sich viele Geschenke und Nieten. Sie wird auf den Tisch gestellt und jeder darf aus der Urne so lange etwas herausziehen, bis er ein Geschenk in den Händen hält.
Die eigentliche Bescherung jedoch erfolgt traditionell am 6. Januar, wobei einige Kinder schon am 24. Dezember ihre Präsente erhalten. So können sie damit über die Weihnachtsfeiertage spielen.
Um 24 Uhr wird sich in Spanien zur Mitternachtsmesse in der Kirche getroffen, die auch „Misa del Gallo“ genannt wird. Dies bedeutet „Messe des Hahn“, da dieser die Geburt des Jesuskindes als Erster verkündet hat.
Im Anschluss wird sich in kleineren Ortschaften auf bedeutenden Plätzen versammelt. Gemeinsam werden Weihnachtslieder (villancios) angestimmt oder es wird ein Feuer angezündet, um bis in die Morgenstunden gemeinsam zu feiern.

Mit dem Heiligenabend hört das Fest nicht auf

Nach dem Heiligenabend hört das Weihnachtsfest jedoch nicht auf. Bereits am 28. Dezember ist der „Tag der unschuldigen Kinder“, der auf Spanisch „Dia de los inocentes“ heißt. Dieser Tag soll an den Kindsmord in Betlehem erinnern, den der römische Klientelkönig Herodes veranlasst hatte. Der Tag wird jedoch nicht traurig begangen, sondern er kann eher mit dem 1. April in Deutschland verglichen werden. So spielen im gesamten Land die Menschen kleine Streiche.
Ein weiterer bedeutender Weihnachtsbrauch ist das Erscheinen des Olentzero bzw. des Kohlenbrenners. Dieser kommt aus den Bergregionen in die Dörfer, um die schöne Nachricht über die Geburt des Christuskindes zu verkünden. Er wird dabei auf den Schultern getragen.
Außerdem gibt es die sogenannte „Fiesta de Loco“ bzw. das „Fest des Verrückten“, bei dem sich ein Junge als Bischof verkleidet und für einen Tag diese Rolle spielt.
Am 30. Dezember bis zum 1. Januar wird die „Fiesta de la Coretta“ abgehalten, mit der zugleich das neue Jahr eingeläutet wird. Im Rahmen dieses Festes sammeln die Menschen Brennholz und eine Kiefer wird geschlagen, die im Anschluss geschmückt wird. Sie wird schließlich durch das Dorf getragen und gesegnet.
Am Silvesterabend wird sich traditionell auf den Rathausplätzen getroffen und zu jedem Glockenschlag um 12 Uhr nachts wird eine Weintraube, „uvas de suerte“, verspeist.
Am 5. Januar ziehen die Weisen aus dem Morgenland durch die spanischen Dörfer. In vielen Orten finden zudem Krippenaufführungen statt. Die Drei Heiligen Könige verteilen Süßigkeiten und am Abend stellen die Kinder Schuhe, Wasser und Stroh vor die Tür. Sie sind für die Drei Heiligen Könige und ihre Kamele. Die Kinder hoffen so, möglichst viele Geschenke zu erhalten.

Die ersehnte Bescherung am Dreikönigstag

Den Abschluss der Weihnachtstage stellt der 6. Januar bzw. der Dreikönigstag dar. Am „Dia de los Reyes“ warten die Sprösslinge sehnsüchtig auf ihre Geschenke, die häufig bereits morgens verteilt werden. An diesem Tag kommt erneut die Familie zusammen und es folgt ein Festessen. Insbesondere der Rosco de Reyes (Dreikönigskuchen) als Spezialität nimmt einen hohen Stellenwert bei der kulinarischen Auswahl ein. Dabei handelt es sich um einen Kuchen in Ringform, in dem sich ein kleines Figürchen befindet. Wer dessen Figur findet, darf sich König des Tages nennen.

Göttliche Genüsse zum Fest

Zu den Bräuchen in der Weihnachtszeit gehören selbstverständlich auch bestimmte Speisen. Für gewöhnlich ist das Weihnachtsessen sehr üppig. Das Festtagsmenü startet mit ein paar Häppchen, die kalt oder warm serviert werden. Darauf folgen der erste und der zweite Gang sowie zum Abschluss das Dessert.
Ähnlich wie in Deutschland gibt es regionale und individuelle Unterschiede, was genau zum Essen zubereitet wird. In den Küstenregionen stehen gern Meeresfrüchte und Fisch auf dem Tisch. Im Landesinneren wird das Festtagsmenü von iberischen Wurstwaren, Braten und anderen Fleischspeisen bestimmt. Während zum Essen vornehmlich Weine gereicht werden, erfolgt nach dem Menü ein Anstoßen mit Sekt oder Apfelwein.
Die Süßspeisen werden durch Zutaten wie Honig, Mandeln, Früchte und Schokolade dominiert. Traditionell wird zur Weihnachtszeit das Mandelgebäck Turrón gereicht, von dem es inzwischen die unterschiedlichsten Variationen gibt. Beliebt sind ferner geformte Figuren aus Marzipan, Schmalzgebäck bzw. Mantecados und Mürbegebäck bzw. Polvorónes.
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