Verdienen Golfprofi das, was sie verdienen?

Sie werden an ihren sportlichen Erfolgen gemessen -  die Spitzenathlen! Sie stehen im Rampenlicht, bewegen Massen, werden hochgejubelt, verehrt, idealisiert, glorifiziert... Über sie wird gesprochen, geschrieben, berichtet... gleichgültig aus welcher sportlichen Ecke sie kommen!

"Gib' dem Volk Brot und Spiele"  

Schon zur Zeit Caesars heiss es "panem et circenses". Damit sicherten sich die Herrscher im alten Rom die Macht.  Sie gaben  dem einfachen Volk Getreide und Wasser - sorgten mit Gladiatorenkämpfen, Rennen und Spielen für Abwechslung.  

Sie sind nicht viel anders - die Sportler unserer Zeit - moderne Gladiatoren: Zu tausenden stürmen Golfbegeisterte  die   Sportarenen,  Fan's warten Stunden an Pistenrändern, auf Tribühnen. Es werden weder Zeit, Mühen oder Moneten gescheut, nur um ihre Stars live siegen zu sehen -  ihren Triumphe selbst  mitzuerleben. 

Spitzensportlern, werden ihre sportlichen Höchstleistungen fürstlich honoriert: Neben Ansehen, kassieren sie Millionen. Allerdingsa nur die absoluten Champions einzelner Disziplinen im Profi-Zirkus - egal ob in den Stadien, auf Schnee-, Sand- oder Asphaltpisten, Tenniscourts oder Fairway's...... sie verdienen sich im wahrsten Sinne des Wortes: "Goldene Nasen"!  Doch bis es soweit ist?

Bis ein Sport-Talent es  an  die Spitze schafft   wo ihm neben der Ehre zumindest auch die "Butter auf's Brot" winkt.... also sein Hobby auch zum Beruf wird - der ihn ernährt -  ist ein langer, harter, entbehrungsreicher, Weg. Er gelingt nur wenigen!  Und nur  dann, wenn sie neben einem herausragenden Talent,  viel Fleiss, eine ordentlichen Portion Ausdauer mitbringen. Wenn sie auch bereit sind Rückschläge wegzustecken! Last but not least auch das nötige Quentchen Glück haben! Doch das gilt für jede Sportart. 

Selbstredend auch für diejenigen, die sich ein Leben als Golf-Professionell erträumen!

Vom Golf-Amateur zum Profi-Golfer - ein steiniger Weg
Der Sprung in die Golf-Eliteklasse - ist selbst für Golfamateure, mit viel Talent und einem Handicap im 
Plus-Bereich, schwer und steinig.
Meist führt er über das Nationalteam des Heimatlandes, zu den  internationalen Turnieren. Doch nur wer  sich dort unter den Besten eines Jahres behaupten kann, steigt in die nächste Liga auf -  die  Challenge-Tour. Den Weg, den Martin Kaymer (*1984) in Profi-Lager gegangen ist. Zwei Turniersiege (2008) auf der Europaen Tour brachten ihm den  Internationalen Durchbruch. 
Martin Kaymer gewinnt 92.Championship
Allerdings fordert  auch sie  ihre Opfer: - Junge Golfer, die es nicht schaffen zu besten 15 Spielern pro Jahr zu gehören - um sich die heissbegehrte
sichern  - sind oft chancenlos. Nur mit dieser in der Tasche ist der Weg in die Europaen-Tour gesichert: Sind sie  ihrem Traumjob "Golfprofi"  etwas näher gekommen!
Es gibt aber auch einen anderen, deutlich schnelleren, aber nicht minder beschwerlichen Weg,  zur Europaen-Tour und damit  Richtung Golf-Profi-Karriere: Die "Q-School" oder  auch "Tour School". Talentierte Amateure  oder junge Profis (mit Handicap 0) haben dort die Chance sich über wenige Turniere  direkt für die "Europaen Tour" zu qualifizieren: Doch auch das gelingt noch lange nicht jedem! Es wird mit eisernen Besen gekehrt....,  nur die Besten der einzelnen Runden kommen durch. Letzendlich bekommen  von den 600  europäischen Golfern, die sich ein Leben als Profigolfer erträumen, lediglich 35 Golfer die Möglichkeit ihr Glück zu versuchen! 
Doch selbst dann sind sie noch lange nicht am Ziel: Denn die Spielberechtigung erlischt, wenn  es dem  Neo-Profi nicht gelingt in einer Saison  genug Preisgeld zu erspielen, um  einen  Platz unter den 125 Besten der Rangliste zu erreichen. Dann heisst es schlicht und einfach.....Tschüss! Zurück in die dritte Liga und das ist, wenn man auch da nicht gewinnt, ein wahrlich mieser Job ohne viel Perspektive!
 
"The winner takes it all... 
...the loser's standing small beside the victory.That's her destiny". Abbas bekannter Song aus den frühen 80ern trifft auch heute noch den Nagel auf den Kopf: "Der Gewinner bekommt alles - die Verlierer stehen klein und unbedeutend daneben. Das ist ihr Schicksal!" 
Es geht tatsächlich um exorbitante Beträge, mit denen der Profi-Sport-Zirkus herumjongliert: Nur wenige Stars der einzelnen Sportdisziplinen sind die Gewinner. Das gilt auch für den Golfsport.

Nur Sieger, bestenfalls noch der Zweitplazierte, haben für die Industrie - für Banken, Versicherungen - für die global Player der Wirtschaft, Werbewert und bekommen gut dotierte Sponsoren -Verträge.

Ein Millionen-Spiel    

Allein der  alle zwei Jahre wiederkehrende Ryder Cup  ist, medial gesehen, neben der Fußball-WM, Olympiade oder  Super Bowl die viertgrößte Sport-Veranstaltung der Welt Die Begeisterung  um das  Kräftemessen zwischen Europa und den USA - bei dem die zwölf Spieler jedes Teams, sich  mit Driver und der kleinen weissen Kugel messen, ist unbeschreiblich und emotionsgeladen.  

Die 40. Auflage des Kontinentalvergleiches im schottischen Gleneagles bei dem es einzig und allein um die Ehre geht, haben täglich 50,000 fanatische Zuschauer vor Ort mitverfolgt. Das mediale Interesse war enorm: Via TV wurde es in 180 Ländern war es  in 620 Millionen Wohnzimmern zu Gast wobei Zuschauer (im dreistelligen Millionenbereich)  mitgefiebert und miterleben konnten, wie diesmal das europäische Team die Amerikaner besiegt hat! Der Umsatz der Gastgeber in Wales belief sich auf 100 Millionen Euro - der Region Südwales spülte es weitere 70 Millionen US Dollar im touristischen Bereich in die Kassen.   
Ryder Cup 2014 - Europaen Team

Die US-Fersehsender CBS und NBC, sicherten sich neuerlich, für die kommenden Austagungen des "Ryder Cup"  die Übertragungsrechte bis ins Jahr 2021 und blätterten dafür geschätzte 200 - 250 Millionen US.Dollar (140-175 Mio Euro pro Cup) auf den Tisch der Veranstalter. wobei allerdings über den tatsächlichen Betrag stillschweigen vereinbart wurde. 

Doch dem nicht genug: Die PGA of Amerika als Lizenznehmer sicherte sich weitere Einnahmen durch etwa 80 Sponsorenverträge.

Alles in allem: Der  41. Ryder-Cup im >Hazeltine National Golf Club< von  Medinah/Minneapolis verspricht medial, finanziell und emotional gesehen "das" Golf-Erreignis des Jahres 2016 zu werden. 

Das ist doch ein klarer Beweis dafür: Mit Sport lässt sich Geld verdienen - viel Geld! Sport und in unserem Fall Golf ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Zwar sitzen den Unternehmen  ihre Werbe-Gelder nicht mehr so locker, wie in den Jahren vor der Krise. Ergo konzentrieren sich Sponsoren, ausschliesslich  auf die Spitzengolfer im Golfzirkus. Denn nur,  wenn bei Internationalen  Golfturnieren die  Golf-Elite am Abschlag steht, um mit Driver und Putter  ihr Können, ihre Spitzenklasse unter Beweis stellt, kommen die Massen, die Greenleidenschaft von Golf-Amateuren wird geweckt und lässt das die Kassen klingeln.   Und davon profitieren natürlich auch die Protagonisten - in unserem Fall, die Spitzengolfer diejenigen, die in der allerersten Reihe stehen.
Verdienen Spitzengolfer das, was wie sie verdienen?
Es ist für einen Golfer sicherlich kein Kinderspiel, an die Spitze zu kommen -  sich dort über mehrere Jahre auch zu halten und  sich von Turnier zu Turnierimmer wieder  neu zu beweisen. Dazwischen liegen lange  Jahre mit harter Arbeit, intensivem täglichem Training,  das selbst dem  begabtesten Golfer nicht erspart bleibt, bis er endlich einmal ganz oben am Podest landet und siegt!
Doch auch dann, kann er sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen!   Es ist also verdammt schwer zu den Besten zu gehören und immer wieder  herausragende  Leistungen zu vollbringen! 
Spitzensportler von heute und da gehörgen natürlich auch Golfer dazu -  werden in der breiten Öffentlichkeit kaum noch als normale Sportler betrachtet: Sie sind in erster Linie angesehene, verehrte Vorbilder, Idole, Leitfigur, Litfassäule,.... und  in der Lage andere Menschen zu überzeugen.
Liegt es da nicht, objektiv betrachtet,  auf der Hand, dass sich  Golf-Profis  ihr Geld durch ihre aussergewöhnlichen Leistungen  redlich verdienen. Denn wer immer auf dieser Welt  Besten gehört, und herausragende Leistungen voillbringt, der wird dafür anständig belohnt - das ist ein ungeschriebenes Gesetz

Golf-Profi's, die am besten verdienen
Es sind 3 Einnahmequellen, die  den Top-Golf-Professionals  zu ihren Millionen verhelfen:  
  • Zum einem die Antrittsgelder, die jeder Golfer von Veranstalter bekommt;
  • Dann das Preisgeld, das der Sieger bekommt - das aber gerade beim Golf auch abgestuft an die hinteren Ränge ausgezahlt wird;
  • Nicht zuletzt die  “sonstigen Einkünfte” - dazu gehört Werbung: Wie Golfequipement, Autos, Uhren, usw. Sie machen den großen Kuchen aus. 
Und aus all diesen "Töpfen" kommen auch die Einnahmen dieser fünf, die World Golf Money-Liste anführenden Spitzengolfer: 
Noch immer führt Tiger Woods, trotz seiner Escapaden,  die Golf-Geld-Rang-Liste an.
Tiger Woods (Vikki Ziegler)
Auf seinem Konto landen -jährlich-, sage und schreiben stolze 56 Millionen US-Dollar. Und machen ihn damit zum ersten Golf-Dollar-Milliardär, der nach wie vor von seinen Fans allein schon wegen seiner Besessenheit  bewundert wird.



 
Phil A.Mickelson der 45-jährige Golf-Profi aus San Diego/Kalifornien, von Fans ung Kollegen auch
Phil Mickelson (Getty-Images)
"Lefty" genannt, ist am 2. Platz der Golf-Money-List gelandet
.  Der 3-fache Familienvater  verdient pro Jahr immerhin stolze 36,6 Millionen US-Dollar! 
Am 3. Platz liegt der am 4.Mai 1989 in Holywood/ Nordirland geborene Rory McIllroy
Rory McIllroy  (Getty Images)
- momentan auch die Nr. 1 der Weltrangliste. Auf dem Konto des vierfachen Major-Champions liegen 24,3 Millionen US-Dollar, wobei 20 Mio allein aus dem Werbevertrag mit Nike stammen. McIllroy ist der bisher zweite Golfprofi, der -nach Luke Donald- die Geldrangliste der PGA Tour. wie der Europaen Tour gewinnen konnte. Auf Platz 4 landet der

Henrik Stenson (worldsportss.com)
Schwede Henrik Stenson (38). Er erspielte sich 2013 an die 20 Mio US-Dollar an Preisgeld. 2014 kamen 21,2 Millionen dazu. Seine guten Ergebnisse katapultierten ihn auf Platz 2 der Weltrangliste. Doch im Gegensatz zu seinen Profi-Kollegen sind seine Einnahmen aus Werbeverträgen eher bescheiden: "Nur" 3,2 Mio US-Doller!
Last but not least: Adam D.Scott der 35 Jahre alte Australier - er war bereits 2005 der jungste Golfer unter den Top 10 der Weltrangliste.  2014  ist er der
Adam D.Scott  (Getty-Images)
fünftbestverdienende  Golfprofessionel. Werbeverträge brachten ihm 9 Mio US-Dollar ein - Preisgelder 8,7 Mio US-Dollar.  Und die Tatsache, dass er zwischen Mai und August Führender der Weltrangliste war, ist sicherlich ein weiteres Highlight seiner Golfkarriere. 

In der zu Ende gegangenen PGA-Tour-Saison 2013/2014 haben sich 96 Golfer Preisgelder von mindestens 1 Million erspielt - wobei der 2-fache "Austin-Masters"-Gewinner (2012/2014) Bubba Watson einen Scheck in der Höhe von 6,3 Millionen US-Dollar nach Hause brachte. Das geringst Jahreseinkommen hatte Jim Furyk (45) aus West Chester/Pensylvania. Der zum Kreis der Major-Gewinner gehörende "Short Hitter" muss mit "mageren" 5,9 Millionen US-Dollar sein Auslangen finden!
Als einziger Euroäer im Club  der Golf-Dollar-Millionäre landete der Spanier Sergio Garcia (35) aus Borriol/Castellion) - sein Konto wuchs um  etwa 4,3 Millionen  US-Dollar an. 

Tatsache ist  - es dreht sich alles immer nur um's Geld! Die Einnahmen oder wenn man so will Gehälter von Spitzensportlern sind im Laufe der Sportgeschichte kontinuierlich gewachsen. Kamen früher Sportler, die ebenfalls herausragende Leistungen vollbracht haben mit dem Geld kaum über die Runden  - so hat sich das grundlegend geändert.
Arnold  D. Palmer (*10.09.1920) aus Latrobe/Pensylvannia zählt neben Bobby Jones, Jack Nicklaus und nicht zuletzt Tiger Woods zu den populärsten Berufsgolfern. Im Laufe seiner Karriere gewann er 62 PGA-Tour-Events -davon 7 Majors-. Dafür bekam er 1,68 Millionen Dollar - Peanuts, verglichen mit dem, was Golf-Professionals heute verdienen.
Doch die Krise macht auch der  Golf-Wirtschaft zu schaffen - daher spielt  Leistung  wieder eine Rolle. Sie wollen nicht mehr darauf setzten, bis ein  noch so talentierter Nachwuchsgolfer irgend wann eine Leistungsexplosion hat und sich damit die in ihn investierten Gelder rechnen.  
Um ans grosse Geld zu kommen, dazu genügt Talent allein weder für einen begabten  Golfer - noch für einen anderen Sportler!