Frühling in Andalusien: Die Mandelbäume blühen....

Noch hat der Winter  in weiten Teilen Mitteleuropas das Sagen  und es wird noch einige Zeit dauern, bis die Sonne wieder Oberhand gewinnt. 
Golfspielen....?  Fehlanzeige!  
Höchstenfalls einige wenige Golfplätze in gemässigteren Zonen sind, wenn überhaupt bespielbar. Und wenn - dann nur mit Wintergreens! 

Es ist bereits Frühling in Andalusien 
Daher zieht es viele Golfspieler,  in Spaniens sonnigen Süden, dort wo der Herbst und Winter fast unbemerkt in den Frühling übergeht.  Dorthin, wo  das ganze Jahr Golfsaison ist: An die beliebte Costa del Sol! Denn da können sie, neben ihrer Golfleidenschaft auch nach Lust und Laune das milde Klima, die Sonne und nebenbei das "Dolce far niente" geniessen. Doch jeden Tag Golf spielen....?  Selbst wer noch so "fit wie ein Handschuh" ist, wird zwischendurch  einmal, einen golffreien Tag einlegen  und ganz etwas anderes tun: Vielleicht das Land  etwas besser kennenlernen, eine der bekannten Städte  wie Malaga, Gránada, Córdoba....,  die so viel Sehenswertes zu bieten haben,  besuchen. 

Abwechslungsreiche Landschaften
Eine Fahrt ins nahe Hinterland der Küste, zu den die berühmten "Weissen Dörfern" -    gerade  im beginnenden Andalusischen Frühling,  ist für solche Aktivitäten eine wunderbare Zeit. Wenn vom blauen Himmel die Sonne strahlt, ihre wohlige Wärme verbreitet. Wenn dann
Millionen Mandelbäume (de.cyclopaedia.net/wiki/Mandeln‎)
 
in Tälern  und  an steilen Hängen ihre Blütenknospen öffnen  und sich die  Berghänge   in der   >Serrania de Ronda< -  in ein rosa-weisses Blütenmeer verwandeln. Ein  spektakuläres, ein unvergessliches Erlebnis  - ein einzigartiges  Schauspiel, dass auch in vielen anderen Gegenden der Provinz Málaga  Jahr für Jahr viele Menschen  in ihren Bann zieht.
Mandelblüten,  diese feinen, zierlichen Blüten, die uns später im Jahr ihre  köstlichen Früchte, die Mandeln bescheren... Sie hatten es auch Vincent van Gogh 

Vincent van Gogh - "Mandelblüte"
angetan - das beweist sein berühmtes Gemälde "Mandelblüten" das  kurz vor seinem Tod 1890 entstanden ist.


 
Die Natur als Hauptdarsteller
Die >Ruta de los Almendros<, wie die Spanier die Route durch verschiedenen Gegenden nennen, in denen die blühende Pracht der Mandelbäume  die Strassen säumt oder sich an steile Berghänge klammert, zu bewundern ist - sind über ganz Andalusien verstreut. An der östlichen der Costa del Sol gedeihen Mandelbäume

Mandelblüte in der Alpujarra
etwa im Naturschutzgebiet der >La Alpujarra<. Genauso in der  Axarquia, einer der sechs Comarcas in der Provinz Málaga. Die Mandelbäume wachsen an den  steil abfallenden  Süd- Hängen der Sierra Nevada. Besonders in Moclinejo, einem  kleinen von den Mauren gegründeten Ort - inmitten schroff abfallender Bergrücken liegen Olivenhaine, Weinberge und  natürlich Mandelbäume. Ähnlich ist  es auch in  Macharaviaya und in der kleinen Gemeinde  Riogordo mit wenig mehr als 3000 Einwohnern. Gefolgt von  Alfarnate und nicht zuletzt  Colmenar das auf 694 m ü.d.M liegt: Wie in den anderen Dörfern der Gegend bauen auch  hier die  Colmenareños  überwiegend Mandeln an.  
Das gilt ebenfalls im Landkreis Guadalteba, besonders in der Umgebung  der Ortschaften Carratraca und Ardales (http://youtub.be/Pg6vnZOr3Ps) verwandeln die rosa Blüten der Bittermandel und die zart weiss blühenden Bäume der Süssmandel,  die Gegend  in eine  wahre Märchenlandschaft.
Mandelbäume, unzählige blühende Mandelbäume, die sind auch in der Axarquía zu Hause.  Gerade in den Ortschaften  Arenas und Daimalos (nordöstlich von Vélez-Malaga),  oder in  Algarrobo oder Sayalonga (östlich von Vélez-Malaga). 

Ein Meer von Mandelblüten
Auch das, als Obstgarten Málagas bekannten,  Valle del Guadalhorce zeigt sich während der Mandelblüte in seiner ganzen Pracht. Wenn  dann kurze Zeit später auch noch Orangen- und Zitronenbäume ihre Blüten öffen,  ihr Duft in der Luft liegt - dann ist  das ein Fest für alle  Sinne ...!   
Auch die  malerischen Orte und Dörfchen sind absolut einen Besuch wert: Almogia, mit  seinen engen Gassen und den  hängend an die Hügel gebauten Häuser. oder dem kulturhistorisch sehenswerten  >Torre de la Vela<. Über eine kurvige Strasse  wird etwas später "Monte Santi Petri"  erreicht: Auf 800 Meter über dem Meer, ragt ein  natürlicher Balkon - zu Füssen die weite grüne Landschaft!


Sehenswert ist das bei Álora  liegende Naturschutzgebiet Desfiladero de los Gaitanes -  aber auch  Cártama   ist nicht allein wegen der blühenden Mandelbäume- einen Besuch wert: Malerische Ecken, die Burg von Cártama, die Kirche San Pedro, die Hapelle mit dem klingenden Namen >Kapelle Nuestra Señora de los Remedios< oder die Eisenbrücke !Puente de Hierro" sind  Zeugen einer längst vergangenen Zeit.  
Hier wird auch die köstliche "Torta Cartemeña" produziert - aus Mandeln versteht sich! Vielleicht ein süsses Mitbringsel für die Lieben zu Hause?
Blühende Mandelbäume wohin man schaut.... auch an den steilen Hängen und  Fusse der >Sierra de las Nieves< dem UNESCO-Biosphärenreservat und Naturpark. Hier liegen die malerischen Örtchen Tolox und Guaro, eingebettet zwischen steilen Hängen auf denen tausende Mandelbäume
angepflanzt sind. Hier lässt sich  diese filigrane, weis-rosa blühende Pracht der bewundern und das aus nächster Nähe: Die Gemeinden (Auskunft erhalten sie hier) bieten für interessierte Besucher Wanderungen zu den Mandelplantagen an. 
Es ist ein wahres grünes Paradies, das im Frühling  von  einem  rosa-weissen Mandel-Blüten-Meer unterbrochen wird Von der Costa del Sol  und von Marbella aus,  ist die Gegend  nach einer kurzen Autofahrt über Ojen, rasch erreicht. Etwas länger ist die Anfahrt,  über  Ronda: Von dort  geht's weiter in Richtung El Burgo - über die "Puerta del Viento" - die mit einer einzigartigen Aussicht überrascht!

Köstlichkeiten - mit Mandeln 
Es waren einmal mehr die Mauren....  die  knapp 800 Jahre, bis zum Ende des 15. Jahrhunderts Al andalus besiedelten und ein  reiches Erbe hinterliessen: Es sind nicht nur die einzigartigen Bauwerke, die in ganz Andalusien zu finden sind. Auch der Wortschatz enthält viele arabische Elemente.   
Die Mauren brachten Gewürze, aber auch   Mandeln, Datteln, Feigen, Granatäpfel, Orangen, Zitronen - nicht zuletzt auch die Oliven .... nach Al Andaluz - sie werden bis in die heutige Zeit hier angebaut. Nirgendwo in Europa gab und gibt es für alle diese Gewächse ein so günstiges Klima wie in Andalusien. 
Und nicht zuletzt brachten sie auch die  Kochkunst mit und die hat  heute noch ihren festen Platz auf dem Speisezettel. Vor allem natürlich die vielen wunderbaren  Süssigkeiten, in denen der arabische Geschmack zu spüren ist: Eier, Honig und natürlich Mandeln.
Das süsse Erbe  der muslimischen Mauren wird bis heute hauptsächlich von katholischen Nonnen gehegt und gepflegt: Die Alfajores, Bollitos,
Alfajores
Cortadillos, Mantecados, Piñones, Pestinos, Polvorones, Roscos.... wie diese süssen Sünden  auch immer heißen mögen,  alle diese "Dulces de Convento" werden von frommen Frauen hinter den Klostermauern gebacken....und die stehen hautpsächlich zur Weihnachtszeit  auf jedem Tisch - genauso wie  Marzipan und "Turron" eine typische Spezialitäten die ohne Mandeln nicht denkbar sind.
Nicht zu vergessen auf die bekannte  "Torta de Almendro" oder den  Pastel des Narana-Almendra-Chocolate"  - und die können sie ganz einfach auch selbst machen!                                        
Aber Mandeln werden in der Küche Andalusiens nicht nur in  Leckereien verwendet - das beweist der erfrischenden   "Ajo blanco con Uvas" - eine  Art Kalte Suppe mit Mandeln,Knoblauch und Trauben - und auch die schmeckt einfach umwerfend! Probieren Sie es gleich mal aus!

Mandeln - ein gesunder Genuss
Wer Mandeln in Massen geniesst, der tut sich und seiner Gesundheit etwas Gutes - weil Mandeln  

unter anderem das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken: Mandeln  enthalten - wie andere Nüsse auch - wertvolle Mineralstoffe und Vitamine.In Mandeln  steckt Calcium, Magnesium, Kalium dazu die Vitamine B und E. Dazu ein besonders viel Folsäure - das nic ht nur für Schwangere wichtig ist.
Zwar sind Mandeln echte Kalorien-Bomben: 100gr enthalten circa 570 Kalorien - weil sie fast zu 60% aus Fett bestehen. Daneben sind es 19 Prozent  Eiweiß / 15 Prozent Rohfaser / 6 Prozent Wasser  aber nur 2 Prozent Kohlenhydraten zusammen.  

Mandelhaut für das Immunsystem
Mandeln blanchieren, bevor man sie isst,  das ist schade. Denn die braune etwas zähe Mandelhaut kann bei der Virenabwehr helfen.
Das hat zumindest eine italienisch-britische Studie herausgefunden: Die  Mandelhaut soll Stoffe enthalten, die das Immunsystem beim Kampf gegen Virusinfektionen wie Erkältung und Grippe stärken. Die Wissenschaftler müssen noch weiterforschern, welche Menge an Mandeln nötig ist, um einen Effekt für das Immunsystem zu erzielen. Aber es ist wahrscheinlich, dass regelmäßiges Mandelessen helfen kann, vor einer Ansteckung mit Viren zu schützen oder auch nach der Infektion die Viren zu bekämpfen.