Mini-Vampire - blutrünstig und gefährlich!


Vorsicht Zecken

Vampire..... sie gelten je nach Mythos und Kultur als blutsaugende Nachgestalten - menschliche Leichname, die ein Schattendasein führen - Dämonen, aber auch Tiere wie Fledermäuse, Spinnen...., die sich alle, so der Glaube, von menschlichem oder tierischen Blut ernähren. Zudem werden ihnen übernatürlich Krafte nachgesagt.
Doch lediglich Vampirfledermäuse (Desmodontinae) - es


sind die einzigen ihrer Gattung, die sich tatsächlich vom Blut anderer Säugetiere und Vögel ernähren. Sie attakieren zwar keine Menschen. Allerdings sind einem BBC-Filmteam, das die Docu "Pengiuns: "Spy in the huddle", am Rand der Peruanischen Atacamawüste drehte, erstmals Aufnahmen dieser Blutsauger gelungen, die sich an Humboldt-Pinguinen gütlich taten. 


Angriffslustige Blutsauger
Doch es gibt noch anderes Getier, dem Blut schmeckt: Allen voran Zecken (Ixodia), ein Spinnentier, das zur Gruppe der Milben (Acari) gehört. Es sind blutsauenden Parasiten, mit einer lederartig dehnbaren Haut, sie ernähren sich ausschliesslich vom Blut lebender Menschen, aber auch von Hunden, Katzen, Igel..... - ähnlich wie  Stechmücke. Als Überträger von Krankheiten haben sie zweifelhafte Berühmtheit erlangt. Denn ist eine Zecke mit Krankheitsträgern oder Viren infiziert, kann der an und für sich harmlose Zeckenbiss fatale gesundtheitliche Folgen haben.
Diese winzigen, unscheinbaren Biester  nehmen dabei auch auf  Golfspieler nicht die geringste Rücksicht und so


mancher hat schon seine  leidvollen, schmerzhaften  Erfahrungen mit einem Zeckenbiss gemacht, an denen er teilweise sein Leben lang leidet!

Wer aber glaubt in südlicheren Gefilden von Zeckenbissen verschont zu sein, der irrt: Zecken lauern überall! Auf unseren Globus gibt es nur wenige Flecke, auf denen Zecken nicht ihr Unwesen treiben.
Gesundheitsexperten weisen nachdrücklich darauf hin, dass bereits bis zu 55% der Zecken den als heimtückisch bekannten Lyme Borreliose-Erreger in sich tragen. 
Andere  wiederum übertragen das  ebenso gefürchtete FSME-Virus, der für die  Frühsommer-Meningoenzephalitis verantwortlich ist. Ist die Zecke mit diesen Krankheitserregern infiziert (35% sollen es bereits sein), kann ein an und für sich harmloser Zeckenbiss zur Gefahr für Menschen, wie auch  für Tiere  werden. Denn beist eine Zecke einmal zu, dann gelangen die Krankheitserreger schnell in den Körper des Wirts.  
 

Zecken brauchen Blut, viel Blut
Die Zecke ein hochspezialisiertes Tier, dass sich sowohl durch seinen Köperbau und sein Verhalten hervorragend an die Umwelt angepasst hat. Nicht nur Menschen, die durch Wald und Wiesen wandern müssen achtgeben. Gerade Golfer, die ja ihren Sport ausschliesslich in der freien Natur ausüben, sind besonders gefährdet: Sie tun gut daran entsprechend vorzusorgen. "Sinnvoll ist es - im eigenen Interesse, nach jeder Golfrunde den gesamten Körper und die Haare nach den winzigen schwarzen Zecken abzusuchen. So haben Sie zumindest die Chance so vor der durch Zecken übertragenen Lyme-Borreliose zu schützen!"empfiehlt Bernd Hoff, der Vorsitzende des >Borreliose Informations- und Selbsthilfevereins München< (BOIS). Denn die Lyme-Borreliose ist mit bis zu 100.000 Erkrankungen pro Jahr eine der häufigsten Infektionskrankheiten  und das allein in Deutschland! Vor allem deshalb, weil sie wegen der vielen unterschiedlichen Symptome, leider erst viel zu spät erkannt wird. Schwere, chronische Krankheiten mit oft sogar irreparablen gesundheitlichen Beschwerden, sind die Folge.
Schon Zeckenlarven, können die Sogenannten Borrelien übertragen - durch ihre Winzigkeit sind sie nur schwer erkennbar und daher enorm gefährlich.

Im Vergleich mit der Stechmücke, braucht eine Zecke - überwiegend ist es der "Gemeine Holzbock" (Ixodes ricinus) der Mensch und Tier überfällt, wesentlich mehr Blut. Vor allem weibliche Zecken sind blutrünstig - für sie ist eine Blutmahlzeit wichtig, um Eier legen zu können - daher bleibt sie bis zu 10 Tagen am Wirt festgesaugt. Ausgewachsene Zeckenmännchen dagegen, sind zurückhaltender (kaum zu glauben...): Einige verzichten ganz auf den "besonderen Saft", der sich Blut nennt. Sie machen sich lieber über das Weibchen her, obwohl ihnen nach der voillzogenen Paarung der sichere Tod gewiss ist! Das mit Blut vollgesogene Weibchen dagegen, fällt vom Wirt ab, legt bis zu 3000 Eier und geht.... "den Weg alles Irdischen".

Lyme Borreliose
Der Erreger gelangt etwa sechs Stunden nach dem erfolgten Zeckenstich in den menschlichen Körper. Allerdings ist das Risiko infiziert zu werden, nach 48 - 72 Stunden am grössten. Oft erkennbar an einer  eine ringförmigen

Entzündung nach Zeckenbiss
Hautrötung um den Einstich, die einige Tage - manchmal sogar Wochen sichtbar ist. Charakteristisch ist auch die "Wanderröte", zudem können auch grippeähnliche Beschwerden (Fieber, Schüttelfrost, Gliederschmerzen, Herzstolpern) dazukommen.

Das oberste Gebot, will man sich vor einer Zecken-Attacke schützen,  wäre: Wer gebissen wurde, der sollte beim entfernen unbedingt darauf achten, den bereits
Gemeiner Holzbock - vollgesaugt
blutgefüllten Körper des Saugers keinesfalls zu quetschen. sonst gelangt Körperflüssigkeit der Zecke und damit auch der Krankheitserreger in die Bisswunde und gelangt in die Blutbahn. Zwar kann eine Lyme-Borreliose, wenn man Glück hat, durchaus harmlos verlaufen - doch bei fünf bis zehn Prozent derjenigen, die gestochen wurden, bricht der Infekt irgend wann aus. Manchmal sogar erst nach Jahren, wenn die Ursache dafür -der Zeckenbiss- schon längst in Vergessenheit geraten ist.

Oft ist eine  Diagnose schwierig - nicht selten stehen die Ärzte vor einem Rätsel >Lyme Borrelliose<  kann zu einer "ewigen Krankheit" werden und das im wahrsten Sinne des Wortes!. Es wird mit Antibiotika, Infusionen therapiert - wenn gar nichts anderes mehr hilft, kommt als letzte Konsequenz auch Cortison zum Einsatz. Denn bisher gibt es weder eine Vorsorge-Impfung für diese Krankheit, noch andere evidente Medikamente!
Zwar ist seit wenigen Jahren "Azithromin Gel"  im Handel, es soll das Eindringen der Bakterien in den Körper verhindern. Vier Jahre haben Forscher vom >Frauenhofer-Institut für Zelltherapie und Immunölogie<  in Leipzig daran geforscht. Das Gel bekämpft direkt in der Haut die Borrelien, da die Bakterien einige Tage im Bereich der Bissstelle bleiben, bevor sie sich im Körper ausbreiten", sagt die an der Erprobung des Mittels beteiligte Internistin Sabine Stauga von der Studienambulanz des >Hamburger Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin<. "Es wird unmittelbar nach dem Zeckenstich auf die Haut aufgetragen, wirkt lokal und geht nicht ins Blut - ein enormer Vorteil" so die Medizinerin "damit werden die für Antibiotika typischen Nebenwirkungen verhindert."  Vielleicht ist damit ein wichtiger Schritt getan um die gefährlich Borreliose und die daraus entstehenden Dauerfolgen zu verhindern.

Gefürchtet: "Zecken-Enzephalitis"
Hauptüberträger des FSME-Virus ist die Schild-Zecke (Ixodes ricinus). Das Virus kann von der Zecke in jedem Entwicklungsstadium (Larve / Nymphe / Adulte) von einem Wirtstier aufgenommen werden.
Zecke - festgesaugt
Sticht sie dann z.B. einen Menschen, so wird das Virus bereits zu Beginn des  Saugens, übertragen. Davor schützt nicht einmal die sofortige Entfernung der Zecke.

Kein Wunder also, wenn Jahr für Jahr weltweit tausende Menschen an FSME erkranken. Wobei Zecken gerade im Frühjahr besonders aktiv sind. Allerdings schrecken sie während der ganzen warmen Jahreszeit, nicht selten bis in den November hinein, davor zurück, unschuldige Menschen zu stechen - um den einen oder anderen mit FSME zu infizieren!  
Doch Zecken sind nicht zu jeder Tageszeit gleich eifrig: Ist es sehr heiss und sind kaum Wolken am Himmel, konzentriert sich ihre Beisslust eher auf den späten Nachmittag und den Abend - gerade dann, wenn Freizeitsportler, Spaziergänger und Freizeitgärtner sich gerne im Freien aufhalten. Ja selbst in der Nacht beissen sie zu!
Merkwürdiger Weise sind Männer doppelt so häufig von FSME betroffen, wie Frauen - da beweisen Statistiken. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit nach dem Biss einer infizierten Zecke zu erkranken, relativ hoch. Allerdings trägt selbst in Gebieten mit hoher Durchseuchung, selten mehr als eine von 200 Zecken den FSME-Virus in sich!
Bekannt ist, dass die Zecken-Enzephalitis in bestimmten Gebieten und Gegenden gehäuft auftritt. Daher sind gerade Natur-Enthusiasten, die sich viel und oft in der freien Natur aufhalten, natürlich besonders gefährdet. 
Doch das sich Zecken von  Bäumen, auf gerade vorübergehende Menschen  fallen lassen, das gehört in den Bereich der Märchen.
Der "Gemeine Holzbock" lauert im Gras. Sitzt gerne auf Grashalmen, auch auf Ästen von Sträuchern - vorzugsweise in Waden- oder Kniehöhe und lässt sich dabei vom vorübergehenden "Wirt" abstreifen.

Zecken lieben auch "Golfer-Blut"
Golfspieler sind, ungleich mehr als andere  Rasensportler - wie etwa Tennisspielert oder Fussballer, der Gefahr ausgesetzt von Zecken gebissen zu werden. 
Golfer laufen bei ihren Lieblingssport, überwiegend auf weiten, kurz geschnittenen  Rasenflächen - da ist die Gefahr eigentlich geringer, möchte man meinen. Doch so mancher auf Abwege geratene Ball findet sich nach einigem Suchen im hohen Rough oder abseits im dichtem Gebüsch, das sich zwischen unzähligen Bäumen, Sträuchern  entlang der Spielbahnen ausbreitet  wieder. Und gedrade da lauern sie, die Zecken - jederzeit bereits sich eine Blutmahlzeit zu gönnen! 
Zugegeben, der Süden Europas gehört zwar nicht unbedingt zu den Regionen, in welchen die von Zecken bevorzugten klimatischen Bedingungen herrschen, in denen sich die Zecken besonders heimisch fühlen: Die fast täglich scheinende Sonne und damit auch Wärme ist nicht ihr Ding. Ein feuchtes Klima und Schatten wäre ihnen lieber.
Aber Zecken sind bekanntlich Anpassungsfähig!

Vorbeugen ist allemal besser als heilen
Der sicherste Schutz und die beste vorbeugende Massnahme um vor einer Infektion mit der Zecken-Enzephalitis geschützt zu sein -  ist die aktive Impfung, Sie ist  auch für Golfspieler ein "Muss"!  
Für die Lyme-Borreliose gibt es, wie erwähnt keinen 100%igen Vorsorgeschutz - abgesehen vom bereits erwähnten "Azithromin Gel" - der in Apotheken erhältlich ist.

Allerdings soll auch Schwarzkümmelöl Zecken abhalten zu zubeissen. Das hat der  Jahre damals 18 alte Alexander Betz aus Regensburg hat in seiner „Jugend forscht“-Arbeit für den bayerischen Landeswettbewerb 1914 herausgefunden.  
Er hatte seinem Vierbeiner "Filou"   Schwarzkümmelöl gegen eine Allergie ins Futter gemischt und dann festhestellt, dass der Hund kaum mehr von Zecken gebissen wurde.

Der junge Forscher stellte fest, dass  diese darauf zurück hzu führen ist, dass der Schweiss durch  das Schwarkümmelöl  möglicherweise einen anderen Geruch annimmt, der den Zecken nicht "schmeckt"! Eine simple Methode, die zweifelsfrei auch wir Mensch uns zu Nutze machen können. Denn wenn es  nichts nützt... so schadet es zumindest  nicht!
 
Zusätzlich kann man sich aber auch mit den nachstehenden Massnahmen - schützen:

1.)  Richtige Kleidung schützt:
Bevorzugt lange Ärmel und lange Hosen tragen und möglichst wenig freie Haut zeigen.
Zecken sitzen hauptsächlich im Unterholz und an Gräsern. Helle Kleidung, ist wesentlich günstiger als dunkle – weil die darauf krabbelnde Zecke besser sichtbar ist.
 

2.) Insektenabweisende Mittel verwenden:
Vor der Runde als wichtige, vorbeugende Massnahme unbedingt Insektenschutz-Cremen– z.B. „Care“ und „Protection Plus“ von Autan auf die unbedeckten Körperteile – besser noch auf dem ganzen Körper- auftragen. Diese Mittel wirken bis zu 8 Stunden und die darin enthaltenen Duftstoffe schrecken Insekten, vor allem aber auch Zecken ab.
 

3.) Den Körper absuchen:
Nach der Golfrunde den ganzen Körper und die Haare nach Zecken absuchen. Dünne und warme Hautstellen- und Falten werden von den Zecken bevorzugt aufgesucht – die also genau untersuchen.
 

4.) Zecken fachmännisch entfernen:
Oberstes Gebot nach einem Zeckenbiss: den Plagegeist schnellstens entfernen - z.B. mit einer Zeckenzangen, sie ist in Apotheken erhältlich - oder dem Zeckenhaken. Empfehlenswert für die schnelle Ersthilfe nach Zeckenbiss: Die „Aeroxan-Zeckenkarte“ – sie sollte in keinem Golfbag fehlen. Denn mit dieser Karte im Scheckkartenformat können schon auf der Golfrunde Zecken, die sich bereits festgesaugt haben, einfach und sicher entfernt werden.
 


Und noch etwas: 
Vergessen Sie die alten Hausmittel wie Oel, Klebstoffe oder Haarlack. Im Todeskampf gelangen die Krankheitserreger verstärkt in die Biss-Wunde.

Drei verbreitete Irrtümer über Zecken:
1.) Zecken fallen von den Bäumen: Falsch! 

Um auf einen Wirt zu gelangen lauern Zecken  im Gras, im Unterholz und in Büschen auf ihre  warmblütigen Opfer. Und sie werden im vorbeigehen abgestreift.

2.) FSME kommt nur im Frühsommer vor: Falsch! 

Die meisten Neuerkrankungen werden in den Monaten April bis Juli gemeldet – doch auch bis in den November hinein kann man durchaus durch einen Zecken gebissen werden und so sowohl an FSME, wie an Borreliose erkranken.

3.) Kleidung bietet 100 % Schutz: Falsch! 

Den perfekten Schutz durch Kleidung gibt es nicht., Zwar macht es Kleidung die die Körperteile bedeckt den Zecken zumindest schwerer, doch sie können so lange auf der Kleidung herumkrabbeln, bis sie eine „geeignete“ Stichstelle gefunden haben. Daher zusätzlich den ganzen Körper mit Insektenmitteln einreiben