Zocken....wenn der Golfball rrrrollt!


Friedrich Schiller sagte einmal: 

"Der Mensch ist nur da ganz Mensch, 

wenn er spielt". 

Wir Menschen spielen leidenschaftlich gerne! Aber warum spielen wir so gerne?  Ja warum eigentlich? Weil´s uns Spaß macht! Spielen  kann anregen und aufregen, kann spannend -  gleichzeitig auch entspannend sein - aber es ist meistens  unterhaltsam. 

Ist das die ganze Erklärung dafür, warum der Mensch gerne spielt? Oder steckt da doch noch mehr dahinter? Die Psychologen haben wie vieles andere im menschlichen Leben, auch die menschliche Spiellust erforscht. Sie haben die kulturellen, biologischen Hintergründe, wie den Sinn des Spielens untersucht und differierende Antworten gefundenDoch in der Erkenntnis, dass in uns Menschen das Spiel evolutionär, wie kulturell innewohnt, zumindest da sind sie sich einig!

Spielend lernten wir unsere Umwelt kennen - unsere Sinne, Bewegungen - die haben wir bereits als Baby auf spielerische Weise zu koordinieren gelernt. Spielend  wurde die Bildhaftigkeit und Lernleistung unsereres Gehirns verbessert. Unsere sozialen Fähigkeiten haben sich durch das Spiel entwickelt. dabei haben wir herausgefunden worin wir am besten sind.  

Mit einem Wort:  Das Spiel ist das Grundphänomen menschlichen Handelns.

Schon als Kind geht es beim Spiel darum, soziale Hierachien auszufechten. 

Während die Schüchternen  ihre soziale Anerkennung etwa mit Legosteinen aufbauen, oder sogar mit künstlerischen Spielen ihre soziale Position verdeutlichen, sind es bei Extrovertierten Indianer- oder Ritterspiele bei denen sie  mit Pfeil und Bogen, Lanze oder Speer  ihre soziale Stellung unter Beweis stellen. 

Beim Spiel geht es um das ursprüngliche Bedürfnis des Kindes, sich mit seiner sozialen, wie materiellen Umwelt vertraut zu machen - sie zu begreifen, nicht zuletzt auch auf sie einzuwirken. Angetrieben durch seine Neugier und Eigenaktivität-

Doch das Spielen bleibt nicht nur uns Menschen vorbehalten - es ist bei allen Säugetieren zu beobachten. Jungtiere üben spielerisch Funktionen und Fähigkeiten ein, die sie zum späteren  Überleben benötigen.

Die Definition was ein Spiel ist, dafür hat die Psychologie eine Unzahl von Kriterien parat -  mit nur  wenigen Worten erklärt, spielen wir des Spielens willen....damit wir ohne Anstrengung und übermässige Konzerntration sowohl unseren Geist, wie auch den Körper bestmöglich beanspruchen. Was wiederum heisst, dass wir beim Spiel nicht nur uns, sondern Zeit und Raum vergessen und vollkommen im Spiel aufgehen. 

Ist Sport  auch Spiel ? 
Natürlich ist jede Art von Sport auch ein Spiel und trägt dazu bei, selbst noch bei Erwachsenen die motorischen Fähigkeiten zu trainieren und weiter zu entwickeln.
Allen voran natürlich Ballspiele. Egal ob Fussball, Handball, Volleyball, Tennis..... nicht zuletzt auch Golf. Solange man sich in seiner Freizeit, vor allem aus Freude an der Bewegung,  sportlich betätigt - gelten Ball-Spiele im wahrsten Sinn des Wortes  als Spiel.

Wird Sport aber zum Beruf, ist das allerdings nicht mehr der Fall. Jeder Profi, ob  er nun Fussball spielt, einen Ball in einem Basket  versenkt, dem Tennisball nachjagt  oder die Golfschläger schwingt, um den kleinen weissen Ball mit möglichst wenigen Schlägen in's Loch zu befördern   -  für den wird das Spiel schlicht und einfach nur noch Mittel zum Zweck, also um: Geld zu verdienen!  Kaum einer von ihnen, der sich seine Brötchen mit dem Ball verdient, tun es, weil es ihm wirklich Spass macht. Ergo kann das dann auch nicht mehr als Spiel gelten!

Betrachet man aber  die einzelnen Ball-Spiel-Arten etwas genauer, so stellt man unschwer fest, dass  sie meist nicht unbedingt variabel sind.  

Ganz anders ist es beim Golf.

Golf...... da gibt es  unterschiedlichste Spielarten mit denen je nach Lust und Laune, Golf  gespielt werden kann und  es bleibt immer ein Spiel, obwohl es gleichzeitig auch eine sportliche Betätigung ist! 

Trotzdem gibt es immer noch Menschen die Golf,  wie einst Mark Twain "nur für einen verdorbener Spaziergang"  halten - oder  die Meinung des  britischen Premierministers Sir Winston Chuchill  vertreten: 
"Golf ist ein Spiel, bei dem man einen zu kleinen Ball in ein viel zu kleines Loch schlagen muss, und das mit Geräten, die für diesen Zweck denkbar ungeeignet sind." 

Golf - ein sportliches "Spiel"?
Vor allem bei Amateur-Golfturnieren- bei denen es um die Vorgabe geht, steht eindeutig der sportliche Charakter des Golfspiel's im Vorgrund. Da wird  zwischen  Stableford, Zählspiel und Lochspiel, sowie einigen anderen  Teamspielformen unterschieden und sie werden  konsequent nach den Regeln gespielt.  Natürlich geht es auch  bei diesen Amateur-Turnieren um etwas: Zumindest um den Sieg - den der Golfer oder die Golferin erringt, wenn es ihm oder ihr  gelingt, an diesem Tag, vereinfacht ausgedrückt den Platz zu bezwingen.  Doch gilt es, wie bei jedem Wettkampf auch beim Golf: Geht es um etwas  braucht man Konzentration und natürlich auch Glück! 

Auf privaten Golfrunden, bei denen es vornehmlich  um den Spass, das Training geht  -  ist meist um einiges weniger Konzentration  vorhanden. Ergo sind  im Laufe der Zeit unzählige, teilweise spannende und vergnügliche Spielformen entstanden - mit denen nicht nur notorische Gambler viel Bares zu gewinnen hoffen , sondern  sowohl guten Spielern Spass machen, aber auch Golfneulingen Vergnügen bereiten - da dabei ist  natürlich Aufmerksamkeit gefragt!

Und da kommt das Zocken in Spiel. Auf den Golfplätzen rundum den Globus wird  gezockt. Meist geht es um kleine, harmlose Gewinne: Bier, Bälle oder Bares.  Wobei letzteres sich in erschwinglichen Grenzen hält. 

Da werden  selbst Golfprofessionals die auf der PGA-Tour Millionen einheimsen,auf ihren Proberunden zu Zockern. Ob es nun die Flasche Wein ist oder Scheine .... es golft sich einfach vergnüglicher wenn es um Gewinn oder Verlust geht.
Arnold Palmer - Jack Nicklaus
Daher lassen es sich auch Arnold Palmer und Jack Nicklaus nicht nehmen und zocken..... um 20 Dollar pro Runde!

Allerdings wird dann und wann auch hoch "gepockert" - besonders im "Land der unbegrenzten Möglichkeiten.  Dort rollen bei den "Side-Games" die Dollars oft schneller, als es der Ball ins Loch schafft! 
Auch Lee Buck Trevino (*1.12.1939 in Dallas/Texas) eine der schillerndsten Profigolfer aller Zeiten.
Er zockt leidenschaftlicht gerne. Von im stammt der Ausspruch; "Druck heisst, um fünf Fünf Mäüse zu spielen, wenn du nur  zwei in der Tasche hast"

Aber auch Chi Chi Rodriguez, der bekannte Golfprofi aus Puerto Rico zockt  trotz seine 80 Jahre auch heute noch mit Leidenschaft. Er sagte einmal: "Als ich noch viel gezockt habe, hielt ich immer nach Typen Ausschau, die Headcovedr auf ihren Eisen hatten - die konnte ich dann mit Sicherheit schlagen!"

Beim Zocken, da geht's um  die ersten neun oder die zweiten neun Löcher - manchmal um die ganze Runde eines Lochspiels: Pro gewonnener Spielbahn wechseln im günstigsten Fall zehn, zwanzig oder fünfzig, aber auch mehr Dollar den Besitzer. Ja sogar  4-, 5- ja schon  6-stellige Beträge haben  den einen Golfer reicher, den anderen ärmer gemacht.  Dass auch die Briten  gerne wetten ist hinlänglich bekannt. Sie finden immer etwas auf das sie wetten können und tun es viel - nicht selten auch hoch. Kein Wunder also, wenn schon so mancher auch beim Zocken am Golfplatz oft schon mehr Scheine verloren hat, als er in seinem Geldbeutel hatte!
 
So macht Golf  noch mehr Spass - Wetten?
Zocken am Golfplatz -   ist für viele Golfer das "Salz in der Suppe". Der Fantasie der Golfer werden dabei keine Grenzen gesetzt. Besonders  wenn Freunde  mit- und gegeneinander spielen - irgend eine Wette läuft dann immer.  Und selbst Golferinnen haben Gefallen daran gefunden, nur eben wesentlich seltener .  
Zocken - macht das Golfspiel  abwechslungsreicher  und erhöht den Reiz und den Spassfaktor, auch dann, wenn es nicht um riesige  Geldsummen sondern um ein, zwei Euro pro Loch -  um den Drink, das Bier oder die Flasche Wein nach der Runde. 
Spielen kann jeder gegen jeden  - können zwei gegen zwei oder  ein Team gegen das andere Team. Voraussetzung sollte allerdings sein, dass die Spieler in etwa gleichstark sind.
Etwas sollte bedacht werden, dass Golfer auf's Zocken verzichten sollten, die nicht  verlieren können. Auch wer seinen Kontrahenten den Sieg nicht gönnt oder einfach zur Kategorie jener Spezies gehört, der seine "Kröten" lieber anderweitig unter die Leute bringt oder unter dem Kopfkissen hortet.  

Golf-Spiele kurzweilig und reizvoll
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Es gibt unzählige Spielvarianten, die einerseits spannend, vor allem aber auch sehr unterhaltsam sind. Angefangen beim sehr beliebten >Scramble<, von dem es einige Spielarten gibt,   über den >Nassau< bis hin zu dem bei
Golfer sehr beliebten >Bingo-Bango-Bongo< , das allerdings, nichts - ja rein gar nichts  mit Berlusconis Lieblingsbeschäftigung zu tun hat, wie vielleicht so mancher von Ihnen vermuten könnte!
   
Eine Auswahl Vorgabe unabhängige, beliebter Spiele: 
Bestball   Gehört zum Lochwettspiel. Der Spieler mit dem niedrigsten Handicap spielt jeweils gegen den besten Ball von zwei oder drei Gegenspielern mit dem schlechteren Handicap. Jeder Spieler spielt seinen eigenen Ball. Ohne Berücksichtigung von Vorgaben hat der das Loch gewonnen, der die niedrigste Schlagzahl hat. Es wird wie im normalen Lochspiel gezählt.
 
Scramble  Dabei spielen  nicht  einzelne Spieler, sondern Teams, als Flight gegeneinander. Alle Spieler  schlagen ab beraten dann, welcher Ball am besten liegt. Anschliessend droppen alle  ihren Ball, max. eine Schlägerlänge von der ausgewählten Ballposition und schlagen den Ball weiter.   Diese Prozedur wird bei jedem weiterem Schlag   bis auf's Green wiederholt. Auch dort werden die Bälle von der Stelle des besten liegenden Balles geputtet: Pro Flight wird nur eine Scorekarte geführt.

Texas Scramble   Der Spieler, der den besten Schlag gemacht hat, muss beim folgenden Schlag aussetzen. Dadurch wird verhindert, dass  allein der beste Spieler zu einem guten Ergebnisses beiträgt.

Ambrose Competition   Dieses Spiel, eine Variante des Scramble, wird gespielt wie das Grundspiel, doch wird bei der Wertung das Handicap der Spieler berücksichtigt. Bilden zwei Spieler ein Team, so wird deren Handicap hinzugefügt und durch vier geteilt, bei drei Spielern wird durch sechs geteilt und bei vier Spielern durch acht.

Vierer   Beim normalen " Vierer " spielen im Flight zwei Spieler gegen die beiden anderen Spieler. Die Partner schlagen nicht nur abwechselnd ab, sonder spielen auch abwechslungsweise einen gemeinsamen Ball. Es ist ihnen auch erlaubt sich über  Taktik, Schlägerwahl oder Puttlinie  zu beraten.  
Dabei wird bei einem Zählspiel  mit 7/16 der addierten gemeinsamen Vorgabe gespiel. Beim Lochspiel mit 3/8 der gemeinsamen Vorgabe. 

American Foursome   Wird  wie der Klassische " Vierer " gespielt, mit dem Unterschied, dass beide Partner abschlagen und anschliessend der eine den Ball seines Partners schlägt. Dann wird der am besten liegende Ball bestimmt, mit dem dann wechselweise zu Ende gespielt wird.  

Canadian Foursome   anders als beim  klassischen "Vierer", schlagen beide Spieler ab. Dann wird der am besten liegende Ball gewählt, um dann gemeinsam das Loch zu Ende  zu spielen.  
 
Scotch Foursome
  Wie der klassische "Vierer" gespielt mit der Abwandlung, dass nicht abwechselnd geschlagen wird, sondern der Partner, der am letzten Loch den Schlag gemacht hat, am folgenden Schlag aussetzen muss.  

Vierball- Aggregat
  Bei dieser Variante, zwei Spieler gegen zwei Spieler, wird das Ergebnis der einzelnen Spieler zu dem Ergebnis des Teams addiert. 


Vierball-Bestball   Wie im "Vierer" üblich, spielen zwei gegen zwei: Jeder Spieler spielt den eigenen Ball;  Nur dass  beste Ergebnis im Team wird gewertet. Diese Variante kann sowohl  im Zählspiel (Stableford), wie im Lochspiel gespielt werden.  
 
Pick up Sticks   Ein vergnügliches Spiel für zwei Golfer  Der Gewinner eines  Loches  kann seinem Mitspieler einen beliebigen Schläger aus dem Bag nehmen, den dieser in der Runde nicht mehr benutzen darf. 

Wetten auf 18 Loch (1-2-3 Bestball)   Vier Spieler - jeder spielt über die gesamte Runde seinen eigenen Ball. Jeder trägt zumErfolg des Teams. Bei jedem Loch muß eine vorbestimmte Zahl Schläge gewertet werden. 
Z.B: Auf Loch 1- das niedrigste Ergebnis; Loch 2- das zweit niedrigste; Loch 3-das dritt niedrigste. Ab Loch 4 beginnt die Wertung wieder von vorne u.s.w.   

Bingo Bango Bongo  Die  Spieler, schlagen ab und spielen wie gewohnt, bis alle  Bälle am Green liegen - erst dann werden Punkte vergeben. Wer als Erster einlocht, erhält drei - der nächste  zwei , dann einen und der letzte 0 Punkte. Am Ende der Runde wird zusammengezählt. Das Spiel ist auch mit 3 Personen sehr unterhaltsam! 
Sollten  allerdings nur 2 Golfer BBB spielen wollen....?

Murphy   Ein Spieler, der einen Chip auf das Grün spielen sollte, wettet, dass er diesen Schlag einlocht. Vor Spielbeginn werden der Wetteinsatz vereinbart, auch ob ein Chip auch vom Vorgrün aus gilt, und ob die Spieler automatisch die Wette annehmen  oder ablehnen. Diese Wette ist als Nebenwette reizvoll und kann kombiniert mit anderen Wetten gespielt werden. 

Low Putt   Es werden die Putts an jedem Loch über die Runde addiert, wer die wenigsten Putts auf dem Grün hat, gewinnt. 

Mäxle  Liegen  alle Bälle der Spieler am  18.Green, wird -bevor mit dem einputten begonnen wurde- vereinbart, dass  muß derjenige der als letztes einlocht die Zeche im 19.Loch bezahlt.
 
Blind Bogey
  Am Ende einer Runde, die von beliebig vielen Spielern bestritten werden kann, legt eine neutrale Person sechs Löcher fest, die aus der Wertung genommen werden. Der Spieler, der auf den verbleibenden 12 Löchern den niedrigsten Score schreibt, gewinnt den Einsatz. 

 
Nassau   Ein Spiel in drei Teilen . einfach und nicht nur deshalb sehr beliebt:
Beim diesem Spiel werden der beste Score auf den ersten Neun, das beste Ergebnis auf den zweiten Neun und alle 18 Löcher in je einer einzelnen Wertung ausgespielt. Es sind also eigentlich drei einzelne Wetten. Der Gewinner eines bewetteten Abschnitts, erhält von seinen Mitspielern den vorher vereinbarten Betrag.

Calcutta  Diese Wette basiert auf der Prognose aller Spieler, welches Team ihrer Meinung nach das Turnier gewinnen wird. Der größte Teil des gesamten Wetteinsatzes wird an die Spieler ausgezahlt, die richtig gesetzt haben, der geringere Teil des Wetteinsatzes geht an die Spieler, die auf den zweit Platzierten gesetzt haben.  

Honest John
  Bei dieser Wette geht es um die Selbsteinschätzung. Jeder Spieler, der vor dem Wettkampf einen Betrag in einen Pott einzahlt, gibt eine Prognose ab, mit welchem Ergebnis sein Score enden wird. Der Spieler, der sein Ergebnis am besten prognostiziert hat, gewinnt den Topf.  

Hummer
  Ein gefährliches Spiel - denn  die Wetteinsätze erhöhen sich schnell. Es ist für zwei Spieler geeignet. Nachdem beide Spieler abgeschlagen haben, kann einer der beiden Kontrahenten "Hummer" rufen, was bedeutet, das er den Gewinn des Loches wegen seiner besseren Lage seines Balles für sich beansprucht. Sein Gegenspieler kann nun aussteigen und den Wetteinsatz ausbezahlen. Nimmt er hingegen die Wette an, verdoppelt sich der Wetteinsatz und es wird weiter gespielt. Die Höhe des auszubezahlenden Betrages richtet sich nach der Schlagzahl. Entscheidet ein Spieler nach dem dritten Schlag , dass das Loch nicht mehr zu gewinnen ist, so ist das dreifache des Wetteinsatzes zu bezahlen. Am nachfolgenden Loch wechselt die Möglichkeit, den Mitspieler heraus zu fordern. 

    
Snake
Der Spieler der einen 3-Putt macht, bekommt den Namen "Snake", solange bis ein anderer Spieler einen 3-Putt macht, dann bekommt dieser Spieler den Namen. Wer am Ende der Runde den Namen " Snake " hat, der zahlt die vor der runde vereinbarte Wette.

"Streich Drei" Am Ende einer Runde kann Jeder Spieler seine drei schlechtesten Ergebnisse streichen. Wer auf den  restlichen  15 Löchern das beste Ergebnis erspielt, hat  gewonnen.     
 
Wolf   Das Spiel ist geeignet für eine Gruppe von vier Spielern. Einer der Spieler agiert als "Wolf". Der Wolf muss nach seinem Abschlag entscheiden, ob er alleine gegen die drei Mitspieler spielen will oder ob er sich mit einem Spieler zusammentun will. Spielt er gegen seine drei Mitspieler, so verdoppelt sich der Gewinn/Verlust. Hat sich der Wolf entschieden mit einem Partner zu spielen, so muss er diesen nach seinem Abschlag auswählen. Er kann den Partner nur direkt nach seinem Abschlag auswählen. Er kann nicht, wenn der mögliche Partner Nummer 2 abgeschlagen hat, Partner Nummer 1 wählen. Bei der Konstellation 2 gegen 2 erhält die Partei mit dem niedrigsten Score den Gewinn. Entschließt sich der Wolf, bevor er seinen Abschlag getätigt hat, von vorneherein als " Lone Wolf " gegen die drei anderen zu spielen, so verdreifacht sich der Gewinn/ Verlust.       

Bridge  Hier spielt ein   2er Team gegen das andere - (auch 1 gegen 1 möglich). Vor dem Abschlag gibt ein Team an, wieviele Schläge beide  Spiler zusammen an diesem Loch brauchen werden, (z.B. an einem Par 5 12 Schläge). Die Gegner können  entweder die Wette annehmen - können auf einen niedrigeren Score wetten oder den Einsatz verdoppeln.  Das Team, das verloren hat, bietet auf dem jeweils folgenden Loch die Wette an - usw.
 

Vorgabe abhängige Golfspiel-Arten :














Zählspiel   Beim Zählspiel wird die gesamte Schlagzahl des Spielers gezählt, bis der Ball eingelocht ist. Es wird zwischen der Brutto- und Nettowertung unterschieden. Bei der Bruttowertung wird die gesamte Schlagzahl bewertet, bei der Nettowertung die gesamte Schlagzahl abzüglich der eigenen Vorgabe. Bruttosieger ist der mit dem niedrigsten Punkteergebnis, abzüglich der eigenen Vorgabe. 

Zählspiel nach Stableford ( Bruttowertung )  
Jedes Loch eines Platzes hat eine Par-Vorgabe, d.h., dass der Ball mit einer Anzahl von Schlägen eingelocht werden soll. Üblicherweise ergeben die 18 Löcher eines Platzes, wenn sie Par gespielt werden, eine Vorgabe an Gesamtschlägen von 72. Das Handicap beschreibt, wie viele Schläge ein Golfspieler über die 72 Schläge hinaus benötig, um an 18 Löchern einzulochen.
  
BEISPIEL: Braucht ein Spieler an jedem Loch einen Schlag mehr, ergibt das ein Handicap von 18. Die Wertung nach Stableford orientiert sich an dem Par eines jeden Loches und vergibt dann die benötigte Schlagzahl Punkte.
  
2 oder mehr Schläge über Par = 0 Punkte
1 Schlag über Par ( bogey) = 1 Punkte Par = 2 Punkte
1 Schlag unter Par ( Birdie ) = 3 Punkte
2 Schläge unter Par ( Eagle ) = 4 Punkte
3 Schläge unter Par ( Albatros ) = 5 Punkte
 
Zählspiel nach Stableford ( Nettowertung ) 
Die Nettowertung nach Stableford berücksichtigt das Handicap des Spielers, es wird die Spielvorgabe nach dem Schwierigkeitsgrad der einzelnen Löcher auf alle Löcher verteilt. Hat ein Spieler ein Handicap von 28, so kann er an allen Löchern ein Vorgaberecht in Anspruch nehmen, einen weiteren Vorgabeschlag an den 10 schwierigsten Löchern (18 + 10 = 28 ) Grund für diese Art der Bewertung nach Punkten ist, dass ein Spieler ein schlechtes Ergebnis eines Loches an anderen Löchern wieder aufholen kann.