FASZIEN - faszinierendes Netzwerk

Golf  hat sich längst als ausgesprochen gesunder Sport einen Namen gemacht.  Das Spiel mit dem kleinen weissen Ball, mit Driver, Hölzern, Eisen, hat sich vom angeblich elitären  Zeitvertreib betuchter alter Herren, zu einem  Ernst zu nehmenden  Sport, zu einer attraktiven Freizeitbeschäftigung entwickelt.

Wer Golf für sich entdeckt hat, kann, neben dem Spass den dieses Spiel macht, sicher sein, unendlich viel für seine Gesundheit, sein Wohlergehen zu tun. Verbringen doch Golfer, unzählige Stunden in frischer Luft. Sie  legen auf einer 18-Lochrunde, gut und gerne 7 bis 10 Kilometer - meist in zügigem Tempo "per pedes", zurück - nur  unterbrochen durch moderate Bewegung.  Und das, überwiegend in einer landschaftlich reizvollen Umgebung, die alle Sinne anspricht. Golfer gehen auf weichem Rasen, der  die Schrittbelastung  dämpft, damit werden auch die Gelenke geschont. 
Der gesamte Bewegungsapparat wird beim Golf ordentlich  gefordert. Ein harmonisch ausgeführter Golfschwung beansprucht  aktiv 124 der   insgesamt 434 Muskeln des Körpers, genauso wie Sehnen, Bänder, Gelenke der unteren und oberen Extremitäten, die dabei ganz unterschiedlich belastet werden. 
Dass auf einer Golfrunde ganz nebenbei auch die Figur profitiert, ist ein weiterer positiver Aspekt: Die Ausdauerbelastung aktiviert die Fettverbrennung - so verbraucht ein etwa 80 kg schwerer Golfer rund 1700 Kalorien - mehr als bei einem Tennismatch, das über 2 Stunden dauert und zudem ungleich anstrengender ist. Selbst  bei einer Stunde Joggen  werden um einiges weniger an Kalorien verbraucht.

Es liegt auf der Hand: Golf eignet sich,  wie kaum ein anderer Sport,  für sportliche, wie für untrainierte..... Für Männer, natürlich auch  Frauen, für Kinder, Junge und Alte. 
Ergo ist gerade  für Senioren  Golf ein optimales Training, um  aktiv etwas für das eigene Wohlergehen, die  Gesundheit und Fitness zu tun. 
Es sind mehr als 10.000 Schritte  (das empfohlene Tagespensum an Bewegung ) die auf der Golfrunde gemacht werden- Dabei schlägt das Herz 150mal pro Minute. Der oft überhöhte Blutzuckerspiegel sinkt um etwa 30%  -  das Osteoporose-Risiko wird enorm vemindert. Nicht zuletzt trägt Golf dazu bei, dem frühzeitigem Altern ein Schnippchen zu schlagen - sich die geistige Leistungsfähigkeit zu erhalten, damit der Demenz keine Chance zu geben.

Golf-Verletzungen halten sich in Grenzen 
Zwar gilt Golf als die technisch schwierigste Sportart - nur Stabhochsprung wird als noch schwieriger eingestuft. Trotzdem hält sich das Risiko, sich beim Golf spielen
Verletzungsgefahr gering-ausser man kriegt einen Bal auf den Kopf!
zu verletzen  in Grenzen - ein Vorteil den kaum eine andere Sportart für sich beanspruchen kann.
S
o leben  etwa Fuss-, Hand-, Basketballer, aber auch Tennis- oder Squashspieler - um bei den Ballsportarten zu bleiben -  wesentlich gefährlicher. 
Ganz zu schweigen von   Skifahrern, Reitern,  Bikern , Skatern - ja selbst Jogger sind nicht vor Verletzungen gefeit und rangieren in der Sportverletzungs-Statistik 2014 vor Bergwandern und Bergsteigen auf dem  7.Rang! 
Um bei der Wahrheit zu bleiben.....: Natürlich sind auch Golfer nicht gegen Verletzungen immun!
So ist etwa die Golfschulter  eine golftypische Verletzung, die durch einen pathologischen -sprich falschen- Bewegungsablauf ausgelöst wird  und ausgesprochen schmerzhaft ist.
Schuld daran ist eine Ermüdung der Muskelgruppen, die das Schulterblatt stabilisieren und die Rotation während des Rück-und Durchschwungs möglich machen. Untrainierte Golfer, sind davon genauso betroffen wie übertrainierte Golfprofis.  
Auch der Golfer-Ellbogen oder das  Impingementsyndrom sind Golf-Läsionen, die zwar unbehandelt chronisch werden können. Doch solche Blessuren, sind in den allermeisten Fällen, nicht auf Unfälle zurück zu führen.  Sie entstehen  weil  Golfer, wie Golferinnen die Golfschwung-Technik nicht korrekt beherrschen. Vielfach lässt einfach  auch die  Fitness zu wünschen übrig.  
Neben überlastungsbedingten Verletzungen, sind dafür vielfach auch technischen Defizite verantwortlich  - hauptsächlich trifft es männliche Golfamateure jenseits der 50er - wobei es durchaus auch Golferinnen treffen kann. a selbst wer  die komplexe Biomechanik, die dem Golfschwung eigen ist, perfekt beherrscht kann davon betroffen sein.

Unnerklärliche Symptome - belastend  zermürbend?
Wie gesagt, schwere Golfverletzungen sind relativ selten.  Trotzdem werden auch Golfer, genauso wie viele andere Menschen von Schmerzen geplagt - die sich, medizinisch gesehen, nicht einordnen lassen.  Gegen die Ärzte scheinbar genauso macht-, wie ratlos sind und  denen sie daher oft  mit den    "schwersten Geschützen" aus dem reichhaltigen Angebot der Pharmaindustrie,  zu Leibe rücken.


Oft handelt es sich um Schmerzen, die ohne jegliche Vorwarnung - sozusagen über Nacht, oder von einer Minute zur nächsten, den Menschen überfallsartig heimsuchen. Nicht nur der Rücken, die Hüften, Arme oder Beine...... Schmerzen bescheren so  manche schlaflose Nacht. Es gibt kaum eine Stelle des menschlichen Bewegungsapparates, die nicht in Mitleidenschaft gezogen werden kann. 
Da ist sofortige Hilfe nötig, denn schneller als einem lieb ist, kann es chronisch werden! 
Schmerzen sind immer ein Alarmsignal....! Doch weil es  einem, trotz Umschlägen, Salben, Massagen nicht gelingt - die Schmerzen wieder los zu werden - ist der Weg zum Arzt die logische Folge. 
Doch gar nicht so selten -  lassen die Beschwerden des Patienten, keine Diagnose  zu. Weitere Ärzte werden konsultiert um der  schmerzhaften Ursache  im Rücken, in Schultern, Muskeln, Gelenken - die den Patienten das Leben schwer machen, auf die schliche zu kommen: Röntgenaufnahmen, Ultraschall, MRT's werden gemacht, die unterschiedlichsten Medikamente verschrieben und geschluckt - doch bestenfalls bringt alles nur kurzfristige Besserung.    Lediglich   bei  mageren 15 Prozent der Patienten kann der Arzt den Auslöser eindeutig ausmachen und entsprechende Therapien zur Linderung einleiten.
Es gibt nicht viele Menschen, die  mit Schmerzen des Bewegungsapparates keine Bekanntschaft gemacht haben: Sportler, aber auch solche die mit Sport  "nichts am Hut haben"! Selbst Junge werden von Schmerzen geplagt....  
Je älter man wird, umso öfter zwickt es irgendwo - einmal oben, dann wieder unten - auf der rechten Seite des Körpers genauso wie links, treiben Schmerzen ihr Unwesen!
Muskel- und Gelenkbeschwerden können viele   Auslöser haben: Einseitige Belastung, falsche Bewegungen, langes Sitzen, aber auch Stehen lassen den Körper schmerzhaft reagieren - können das Leben der Betroffenen zur Hölle machen.  

Faszien - sie halten unseren Körper zusammen
Bei der Diagnose unerklärbarer Schmerzen, bei Muskelproblemen, Gelenksbeschwerden, da gewinnt die Einbeziehung des Bindegewebes(Faszien), immer mehr an Bedeutung. 
Der Humanbiologe und Therapeut Dr Robert Scheilp gilt als Begründer der deutschen Schmerzforschung. Über "Rolfing" einer Behandlungsmethode bei der  manuell Verspannungen, Verhärtungen im Gewebe ertastet und gelöst werden - damit Schmerzen zu Leibe gerückt wird, kam er  mit den Faszien  in Berührung.
Seit nunmehr 25 Jahren forscht der  Direktor der >Fascia Research Group, Division of Neurophysiology< an der Humanbiologischen Fakultät der Universität Ulm, gemeinsam mit seinem Team   über die  Beschaffenheit, Wirkung der >Faszien< (lateinisch für Band/Bündel) - wie die Wissenschaft, das oft nur einen Millimeter dicke, faserige  kollagenhaltige Bindegewebe bezeichnet, das mit über 30% Anteil an der Gesamtmasse aller Proteine, das  am häufigsten vorkommende Eiweiss im Körper des Menschen ist.

  • Faszien-  bindegewebartige Strukturen, aus  sehr dehnbaren Lagen geschmeidiger, weisslicher Kollagenfasern , die bei gesunden Menschen gescheidig aneinander vorbeigleiten.
  • Faszien - umhüllen das körperumspannende Netzwerk aus Muskeln, Bändern, Sehnen und Organen. Faszien umhüllen jede einzelne Muskelzelle, jedes Organ, jedes Gelenk. Wir finden Faszien im Darm, Herz, in den Augen, im Gehirn. Sogar die Nerven sind von Faszien umhüllt - wie mit  einer hauchdünnen Küchenfolie;  
  • Faszien - sind unglaublich biegsam, enorm reißfest und sehr dehnbar-; 
  • Faszien - halten unseren Körper in Form, geben ihm Struktur - verleihen dem Bewegungsapparat die nötige Spannung und  sind mitverantwortlich für unseren aufrechten Stand, unsere  Beweglichkeit und Widerstandsfähigkeit.
  • Faszien - versorgen alle unsere Zellen mit den nötigen Nährstoffen und sind zudem sind für die Entgiftung verantwortlich.


Doch bei Menschen, die sich zu wenig bewegen, die viel sitzen, sich überanstrengen - aber auch  bei falscher Haltung, usw.  -  verdicken, verkleben die Faszien und verlieren ihre Flexibilität  und beginnen, da sich in den Bindegewebsstrukturen ausgesprochen viele Nervenenden befinden - zu Schmerzen!

Faszien - als Übeltäter entlarvt 
Lange Zeit galten Wirbel, Bandscheiben oder zu schwache Muskeln als Hauptverursacher von Rückenschmerzen. Doch nicht jeden Schmerz konnten Mediziner diesen üblichen Verdächtigen zuordnen . 
So wird beispielsweise bei jedem dritten, älteren Menschen ein  Bandscheibenvorfall entdeckt ohne dass dieser Schmerzen verursacht. 
Umgekehrt  klagen unzählige Menschen  über starke Rückenschmerzen - doch bei  unzähligen  finden die Mediziner bisher keine Ursache. Auf der Suche nach den Schmerzverursachern im Rücken haben Forscher nun einen neuen Verdächtigen im Visier: Die Faszien!
"Der Auslöser für Schmerzen -  wie sie etwa symptomatisch für den "Golfer-Ellbogen"  - den Tennis- oder Autofahrerarm, sind - ist die >Osborne-Fazie<.  Die am Ellbogen verläuft und einen Nerv schützt." erklärt der Mediziner  Werner Klinger  der im Team von Robert Scheilp, forscht. "Durch  lange andauernde gleiche Haltung wird die Durchblutung abgeklemmt, die Bindegewebsstruktur verletzt - dadurch verdickt die Faszie und drückt schmerzhaft auf den Nerv."
"Verklebte, unbewegliche Faszien -  sind nicht selten für Rückenschmerzen verantworlich" meint  Robert Scheilp. "Bei 80% der von Rückenschmerzen geplagten Patienten, finden Ärzte keine  medizinische Ursache. Doch bei gut einem Drittel von ihnen lässt sich das Problem auf ein Problem mit der >Lumbal-Faszie< zurückführen." 
Gerade diese dreischichtige, kräftige Lendenfaszie soll Ursache für viele ungeklärte Rückenschmerzen sein - diese Theorie hat US-Forscher-Team mit einem speziellen Ultraschall-Gerät nachgewiesen: Bei der Untersuchung von Rückenpatienten konnten sie eine verringerte Gleitfähigkeit der Lendenfaszie feststellen. 

Diese Erfahrung machte auch Prof.Dr.Lorenz Fischer, Dozent für Komplementärmedizin an der Uni Bern - Schweiz. Er ertastet Faszien-Verhärtungen,um  >myofasciale< Schmerzen - Probleme mit Muskeln und Faszien zu behandeln. Als Beispiel führt er einen Spitzensportler an, den er von chronischen Rückenschmerzen befreien konnte: "Diesem  haben  vorher weder Rückenoperationen, Physiotherapie noch Medikamente geholfen - erst die Behandlung mit der von ihm praktizierten Neuraltherapie, befreite ihn dauerhaft von seinem schmerzhaften Rückenproblem."
    
Wenn ein Golfschwung in die Jahre kommt
Rückenschmerzen, Hüftprobleme..... viele, vor allem ältere  Golfer können ein Lied davon singen. Die Flexibilität zwischen Hüfte und Schultergürtel ist ihnen mit den Jahren abhanden gekommen. Der Schwungradius hat sich verringert. Das kostet Energie, birgt zudem die Gefahr, durch eine ausgleichende Bewegung seinen Schwung massiv zu verändern. Gerade damit  werden Rücken, Hüfte, die Muskeln, Sehnen und nicht zuletzt die Faszien in diesem Bereich stark in Mitleidenschaft gezogen. 
Nicht viel anders reagiert auch der Schultergürtel ( die Achseln, das Schlüsselbein und die Oberarme. Selbst wenn Golfer früher mit einem eleganten, dynamischen Golfschwung beim Abschlag die Blicke auf sich gezogen hat. Wird  jetzt verloren gegangene Flexibilität mit mehr Kraft aus den Armen kompensiert. Das führt meist dazu, dass die Arme verkrampfen,  unnötig angezogen werden, dabei kippen die Handgelenke nach vorne oder hinten. Damit geht nicht nur der  wichtige Schwungradius verloren , Oberkörper und Arme treffen zu eng aneinander. Auch das verzeihen Gelenke, Muskel und auch die Faszien, nur ungern - verhärten,verkleben und fangen irgendwann an Probleme zu bereiten.



  Geheimnisvolle Faszien (WDR-Video)

Ursache undefinierbarer Beschwerden - Faszien  

Wurde bisher das Bindegewebe von den meisten Medizinern als reine Füllmasse betrachtet, völlig unterschätzt und stiefmütterlich behandelt . so hat sich das in den letzten Jahren grundlegdend geändert. 
Zwischenzeitlich untermauern Forschungen: "Faszien -sind eine geheimnissvolle, faszinierende Welt," die in allen Bereichen unseres Körpers zu finden sind, dort wichtigste Aufgaben erfüllen! 
Doch Bewegungsmangel, Fehlhaltung, Überlastung - aber auch Unfälle, Verletzungen, nicht zuletz auch Stress..... sie  setzen den Faszien zu. Dadurch verlieren  sie  ihre Elastizität, verkleben und verhärten. Schmerzen -nicht selten solche, die selbst von Ärzten nicht erkannt und zugeordnet zugeordnet werden können, sind die unausweichliche Folge.
Lädierte Faszien die ihre Flexibilität verloren haben,  sind verantwortlich, dass Muskelfasern in ihrer Beweglichkeit stark eingeschränt werden. Tragen dazu bei, dass die Nerven in diesem Bereich  einklemment oder gequetscht werden -  unterschiedlichste Beschwerden - nicht selten unerträgliche  Schmerzen, sind die Folge.   
Also muß, wer sich seine Gesundheit lange erhalten will,  darauf achten, dass die Faszien ihre Elastizität behalten, ihre Funktion erfüllen. Nur so  schützt man  sich gegen vielfältigste Beschwerden.
Doch wie können verklebte, verhärtete Faszien gelöst - damit Schmerzen verhindert werden? 
Es gibt mehrere Praktiken, die abhilfe schaffen: Spezielle Dehnübungen, Bewegungsübungen (Pilates, Tai-Chi und Qigong, Yoga) - sie tragen dazu bei,  dem Bindegewebe, den Faszien die verlorengegangene Elastizität zurück zu geben.
Osteopathen wenden  manuelle Techniken an. Beispielsweise spezielle Handgriffe um Spannungen zu lösen und Schmerzen zu lindern. Dadurch werden auch die Faszien mobilisiert - Muskeln und Organe werden zudem positiv beeinflusst.  
Auch eine tiefe Bindegewebsmassage in Verbindung mit einem  Haltungstraining kann hilfreich sein. Genauso wie eine  klassische Bindegewebsmassage helfen kann, Verklebungen der Faszien zu lösen.  


So erhalten Sie Ihre Faszien gesund!
Hier Vorschläge Tipps, mit denen Sie selbst zur Flexibilität und Gesundheit Ihrer Faszien beitragen können.
  •  Faszien-Training

Das Fasziengewebe ist lernfähig - lässt sich ausgezeichnet trainieren:
Durch sanftes Ganskörperstretching / Muskelstretching (Yoga / Pilates / Qi Gong) wird das Fasziengewebe gestärkt.
Durch regelmässige Bewegung wird  der gesamte Körper  besser durchblutet und mit Sauerstoff versorgt - die  Zellen des Bindegewebes  angeregt, alte, verbrauchte Kollagenfasern durch neue zu ersetzen .
Fasziengewebe verändert sich relativ langsam, aber dauerhaft. Daher das Training regelmässig durchführen.
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  •  Faszienrolle zur Selbstmassage

Die Faszienrolle ist ein zusätzliches Hilfsmittel zur Revitalisierung des Fasziengewebes.
Hierbei handelt es sich um eine feste Schaumstoffrolle, die zur Massage des Fasziengewebes verwendet wird.
Sie soll bei regelmässiger Anwendung das Fasziengewebe stimulieren und verklebte Faszien lösen können.
  • Entsäuern - Basen zuführen

Das Fasziengewebe braucht ein optimales Milieu um sich laufend zu regenerieren: Eine Entsäuerung des Körpers ist ebenfalls sehr hilfreich.
Verbunden mit einer überwiegend basische Ernährung - die kombiniert mit hochwertigen Mineralstoffen, Bitterstoffen, basischen Säften, um den Basisanteil im Körper zu optimieren - gleichzeitig auch die Ausleitung von Säure zu erhöhen.  
Basische Ganz- und Fußbäder tragen ebenfalls zur Säureausleitung bei - nicht nur das Fasziengewebe, ihr ganzer Körper wird es Ihnen danken.
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  • Starkes Fasziengewebe mit Silizium & OPC gestärkt 

Organisches Silicium, verhilft neu aufgebauten Faszien zu optimaler Stabilität und Elastizität. OPC dagegen schützt als Antioxidans die Zellen des Bindegewebes vor den schädlichen freien Radikalen. Beide gemeinsam beschleunigen die Regeneration des Fasziengewebes und tragen zur Bildung von Kollagen und Elastin bei.

 Wenn Sie  zu denen gehören, die schon lange von Schmerzen geplagt werden, die sich nur schwer oder vielleicht gar nicht einordnen lassen - Beschwerden die möglicherweise  bereits chronisch sind  -  so ist der Besuch bei einem guten Faszien-Spezialisten oft zielführend. Das gilt auch   nach Unfällen und Operationen. Möglicherweise verhilft er Ihnen zur langersehnten Schmerzfreiheit.
Aber man kann durchaus auch selbst  einiges dafür tun, um die Faszien in seinem Körper geschmeidig und gesund zu erhalten.

Fascien-Selbstmassage 
 "self myofascial release" kurz SMR genannt, nennt sich diese Methode. Was auf deutsch nichts anderes bedeutet, als "Fascien-Selbstmassage"  und das mit Hilfe der Faszien-Rolle.  Dadurch lösen sich verklebte, verhärtete Faszien, Spannungen werden gelockert.
Faszienrollen, es gibt sie in unterschiedlichen Ausführungen, verschiedenen Härten: Von weich bis hart, ja sogar extrahart,  Sowohl bei bereits Betroffenen, die schon lange unter Schmerzen zu leiden haben,  wie denen die prophylaktisch ihre Gcelenke, Muskeln und  Faszien geschmeidig und gesund erhalten wollen, kommen diese aus schaumstoff bestehenden Rollen, gut an" meint  Dr.Rudolf Schleip. "Der Patient kann dabei selbst die Intensität  des Trainings bestimmen." führt er weiter aus, " zudem gibt es bereits erste Studienergebnisse, die belegen, dass durch die  Verwendung der Rollen nicht nur der Stoffwechsel angeregt - sondern auch sportliche Leistung gefördert wird."

Die Verwendung und Übungen sind simpel - man legt sich so auf die Faszienrolle, dass das eigene Körpergewicht für den Druck auf der Rolle sorgt.

Beispielsweise bei Problemen am oberen Rücken oder Schultergürtel


  • Mit dem oberen Rücken legt man sich auf die Rolle - rollt kontrolliert vom Nackenansatz bis zur unteren Spitze der Schlüsselblätter und wieder zurück so werden Faszien und Muskeln im oberen Rückenbereich und am Schultergürtel massiert, damit lösen sich die dort  liegenden, verklebten  Faszien.
So kann auch bei anderen Körperpartien "gerollt" werden, zum Beispiel: Den Vorder-, wie Rückseiten von Ober- und Unterschenkel, den Waden und am Gesäss. Pro Körperpartie wird zwischen 10 - 15 mal hintereinander gderollt. 
Der Massage-Effekt bleibt nicht aus - die Faszien werden wieder besser versorgt, die Durchblutung angeregt und bei regelmäßiger Anwendung lösen sich die verklebten Faszien, Verhärtungen weichen auf - die Elastizität und Beweglichkeit kehrt zurück.

Fragen die Sie interessieren dürften: 
  • Ersetzt die Faszienrolle professionelle Behandlung?
Osteopathie, Rolfing, Akkupzunktur sollten nur von dazu befähigten Therapeuten durchgeführt werden. Sie lassen sich durch die Faszien-Rolle nicht vollständig ersetzen - da bei dieser Art der Selbstmassage nur die in der Oberfläche befindlichen Faszien erreicht werden. Um tieferliegendes Fasziengewebe zu behandeln, soll unbedingt ein Therapeut aufgesucht werden!

  • Kann  ohne professionelle Anleitungtrainiert werden?

Die Selbstmassage ist jederzeit und ohne professionelle Hilfe möglich. Genau genommen kann nicht viel falsch gemacht werden - vorausgesetzt man hört auf seine Körpersignale und das persönliche Schmerzempfinden.
  • Muß eine bestimmte Rollrichtung eingehalten werden?

Das Wasser, das sich in den Faszien befindet, wird durch die Massage mit der Faszienrolle wie bei einem Schwamm ausgepresst,  fließt ab, dann saugen sich die Faszie  wieder neu voll. Hat man allerdings entzündliche Botenstoffe im Gewebe, sollte man in die Richtung zu rollen, in die auch die Lymphe fließt.

Soll schnell oder langsam gerollt werden?

Will man verklebte Faszien lösen, es es am besten langsam zu rollen. Sinnvoller Weise , an den Stellen, wo beim rollen einen leichten Schmerz spürbar ist – denn dort sind  verklebten Faszien, die behandelt werden sollten. 

Ist die Verwendung der Faszienrolle schmerzhaft?

Es ist möglich, dass die Behandlung mit der Faszienrolle anfangs schmerzhaft ist - wobei auch blaue Flecken möglich sind, die sich  meist rasch bessern. 
  • Wie oft soll die Faszienrolle angewendet werden?

Wer die Faszienrolle regelmäßig zu nutzt - wird am schnellsten auch eine Besserung, einen Effekt bemerken . Nicht erforderlich ist eine stundenlange Behandlung. Im sinnvollsten sind, wenn es darum geht Faszien zu lösen,  kurze Behandlungseinheiten (ca 10 Minuten pro Tag) für die einzelnen Körperpartien. .

  • Ab wann ist eine Besserung zu spüren?

Es dauert schon eine längere Zeit , bis sich das Gewebe wieder regeneriert, die Faszien wieder  flexibel sind - also erwarten Sie keine Wunder. Mit der Rolle lassen sich zwar die Faszien bearbeiten ein Aufbau der Muskulatur ist mit der Rolle nicht möglich, - dazu ist  ein gezieltes Muskelaufbauprogramm nötig.