REAL CLUB DE GOLF GUADALMINA - Golf auf historischem Boden

Es ist historischer Boden, auf dem  sich die 36 Golfbahnen des >ReaL Club de Golf Guadalmina<, bis an die Küste des Mittelmeers, entlangziehen. 
Bereits in der Eisenzeit waren Kelten, Iberer, Phönizier und Griechen in dieser sonnigen Gegend. Später kamen die Römer, die sieben Jahrhunderte lang entlang der  Mittelmeerküste siedelten. Das beweisen nicht zuletzt zahlreiche Funde und Ausgrabungen - wie etwa die Reste der Prächristlichen Basilica  >Vega del Mar< aus dem 6. Jhd v.Chr. die unweit davon zu sehen ist. Aber auch die >Termas romanas de las Bovedas< und den in unmittelbarer Nachbarschaft erhalten gebliebenen Torre des Las Bovedas< aus dem 16 Jhd. einer der  Wachtürme entlang der Küste die dazu dienten um feindliche Angriffe vom Meer her abzuwehren.
Nach ihnen kamen die Westgoten, gefolgt von den  Vandalen, die drei Jahrhunderte lang diesen Landstrich beherrschten. 
Doch erst mit der Herrschaft der Mauren beginnt die Epoche, die Andalusien entscheidend geprägt hat. Es waren die arabischen Stämme der Omayyaden, Almoraviden, Almohaden und Nasriden, die "Al Andaluz" wie es damals genannt wurde, ein reiches Erbe hinterlassen haben - sei es in der Architektur, in der Kultur.... und nicht zuletzt in der Landwirtschaft, die bis heute, neben dem Tourismus, das Land prägt. 

Der Beginn einer neuen Aera
Es war das Jahr 1933, als Don Norberto Goizueta Diaz mit seiner Familie an Bord der Yacht "Serva La Bari"

vor San Pedro de Alcántara ankerte. Der Blick vom Meer zur Sierra Blanca samt dem imposanten Hausberg Marbella's >Pico de la Concha< (1.270 M.ü.M) die sanft ansteigende, hügelig mit Zuckerrohr und Mais bepflanzen Plantagen, haben ihn fasziniert und sein Interesse geweckt.  Er erkannte bereits damals das grosse, touristische Potential dieser einzigartigen Gegend. 
Kurz darauf erwarb er die, im Besitz der "Compañía Gerneral Azucarera" -(Staatliche spanische Zuckergesellschaft) befindlichen Ländereien mit einer Fläche von  400 Hektar, zwischen dem Rio Guadalmina im Westen und dem Arroyo del Choppo der im Gebiet von Linda Vista ins Meer mündet. Dort lies er  die >Hazienda Guadalmina< einen ausgesprochen  luxuriösen Landsitz, erbauen. Ein Herrenhaus im kalifornischen Kolonialstil, ergänzt durch die charakteristische, verspielten Elemente  andalusischer, von den Mauren beeinflusster Baukultur.  Auf 1450m² finden sich ausgedehnte Wohnräume, aufwendig gestaltete Gästezimmer umgeben von einer weitläufigen Gartenanlage mit üppigen mediterranen Pflanzen, Tennisplätze, Pools - alles dazu angetan, handverlesenen, verwöhnten Gästen einen angenehmen Aufenthalt zu garantieren. 

Ein Golfclub für illustre Gäste
Genauer betrachtet war es die Geburtsstunde des >Club de Golf Guadalmina<. Wenn  dieses weitblickende Vorhaben, nicht durch den   1936 aufflammende Bürgerkrieg, und nicht zuletzt das Franco Regime das auch die Menschen an der Costa del Sol zu spüren bekamen, vereitelt worden wäre.
Erst in den späten 1950er Jahren erfolgte der Spatenstich und bald ersetzte Rasen das Zuckerrohr und den Mais, der bisher dort gewachsen ist. 
Zu einer Zeit also, als am Europäischen Kontinent kaum jemand mit Golf egal ob es als Spiel bezeichnet wurde oder als Sport, etwas anzufangen wusste. Daher waren auch die  Bauern in San Pedro de Alcantara verwundert was auf Land geschah. Also fragten sie Don Norberto:"Sie müssen wohl verrückt sein? Wir sehen, wie sie das Land bearbeiten. Sie säen, düngen und bewässern.., doch sobald die Pflanzen etwas gewachsen sind, mähen sie alles wieder kurz. so werden Sie doch nie etwas ernten!" 
Doch 1959 war es dann soweit: Die 18-Loch des  >Campo Sur - Club de Golf Guadalmina< in San Pedro de Alcántara wurden eröffnet.

Entworfen von einem der brillantesten Golfplatzarchitekten Spaniens: Javier Arana (1905-1975). Der auch für das Layout der Golfplätze >Rio Real und >Aloha< verantwortlich ist.  Es entstand ein ausgesprochen interessanter  Par 72 Championship Golfcourse mit einer Lange von 6082m (gelb;5820m/rot;5031m) auf dem bereits viele interessante Turniere mit internationaler Besetzung gespielt wurden. So wurde 1965 das Camponeato de España ausgetragen. 1995/1996 war die Qualifying School der PGA zu Gast, genausoi wie im Jahr 1998   das Campenato de España/PGA.

>El Campo Sur<: 18-Loch  Abwechslung pur
Ein Parkland-Kurs der sich sehen lassen kann: Ein teilweise herausforderndes Layout, eingebettet zwischen uraltem Bäumen - ist Garantie für ein interessantes und abwechslungsreiches Spiel!
Es sind lange, möglichst präzise Schläge nötig - natürlich auch genügend Konzentration, um einen guten Score zu erspielen. Trotzdem ist der Platz auch zu Spielern fair, die Golf aus Freude an der Bewegung spielen, die den Aufenthalt in einer intakten Natur lieben. 

Bereits auf Loch 1 >Sierra Blanca< - ein Par 4 Hcp 11 (gelb:362m/rot:317m) bekommt man einen Vorgeschmack was auf einen zukommt: Mit einem kräftige, möglichst geraden Drive, dann könnte der Ball mit Schlag zwei am Green landen - falls er nicht auf dem Weg dorthin von den Bäumen abgefangen wird oder einem Bunker landet.  
Loch 4 >El Trampolin< Par 4 - Hcp 4; (gelb; 404m/rot: 354m) - das hangabwärts verlaufende Dogleg nach links,  ist schwierig zu knacken, wird doch die Fahne erst sichtbar, wenn's schon fast zu spät ist. 
Das  sechste und längste Loch  der Runde: >El Tipperary<, angelehnt an dem bekannten Song "It's a long Way to Tipperary": Es ist ein Par 5 - Hcp 5 (gelb: 510m/rot: 448m) wird auf beiden Seiten von Bäumen begleitet - dazwischen... ein schmaler, hügliger Fairway. Nur präzise Schläge führen da zum Ziel.
>La Madre Vieja< (die alte Mutter) die "Acht", Par 4 - Hcp 3 (gelb: 382m/rot:324m) Wie das Loch wohl zu diesem Namen kam? Wie dem auch sei.... - auch hier halten Bäumen Wache, links lauert das Wasser des "Guadalmina" - und genau dort landet nicht selten die kleine weisse Kugel. 
Es ist ein heisses Loch - diese "Elf" mit dem klingenden Namen >El Mediterraneo< und daneben nagt die Brandung des Meers fast am Fairway-Rand.

Real Club de Golf Guadalmina - Loch 11 >El Mediterraneo<
Eine ganze Armada von Bunkern beschützt das Green vor einem allzu direkten Angriff. Dazu der Wind, der  und nicht selten auch die Gischt vom Meer her treibt - wer da gut scort.... Gratulation!

Zwischen Ferienhäusern und dem Rio Guadalmina, der wenige Meter später ins Meer mündet, versteckt sich der Abschlag von Loch 12 >Las Gallinas< ein Par 4 Hcp 16 (gelb: 273m/rot: 225m). Mit einem geraden Schlag und etwas Glück, dann ist auf dieser Bahn sogar ein Birdie in Reichweite! 
Schmal wie ein Handtuch...., der Fairway begleitet von Bäumen, Gebüsch und links wartet Wasser begierig auf Bälle. Dazu ein Green, das höher liegt und von Bunkern standhaft verteidigt wird: Loch 13 >Las Adelas< Par 4 - Hcp 10 (gelb: 286m/rot: 260m), macht es dem Golfer nicht gerade leicht. 
>El Puerta del Marmol< - "Das Marmortor"  wie Loch 14 genannt wird. Es ist ein Par 4 - Hcp 18 (gelb: 282m/rot:2  m) hat aber so seine Tücken, obwohl es das leichteste Loch der Runde sein soll!?
War der Rio Guadalmina bereits ab der fünften Spielbahn auf der rechten Seite  ständiger Begleitet, so lauert er jetzt geduldig am linken Fairwayrand. Gar nicht so selten landet der Ball übermütiger Longhitter im Wasser, obwohl  der Fairway von Loch 16 >Rio Guadalmina< Par 5 - Hcp 16 (gelb: 463m/rot:426m) breit genug wäre, nach rechts zu schlagen. Nicht einfach anzuspielen ist auch das erhöht liegende, stark ondulierte Green das  sich, zu allem Überfluss, auch noch in alle Richtungen neigt. 
Ein Handtuchschmaler, von mächtigen Eucalyptusbäumen gesäumter Fairway - ein hängendes Green, das von Bunkern verteidigt wird: >La Palmerita< Loch 17-Hcp 2 (gelb: 334m/rot:328m) macht es schwierig den Ball mit wenigen Putt's im Loch zu versenken!  
Das 18.Loch >El Jamon< Par 4 - Hcp 8 (gelb:332m/rot:289m)-  ein Dogleg nach links,  ein gewellter Fairway eingerahmt von Hügeln auf denen dicht belaubte Oliven und Feigenbäume für so manch' unnötigen Schlag  sorgen. 
Trotz  verlorenen Bällen und zusätzlichen Schlägen, vorbeigeschobenen Putt's ..... eine Golfrunde am "Campo Sur" - des >Real Club de Golf Guadalmina< ist für jeden Golfer ein grosses Erlebnis - das man mit einem wohlverdienten Drink im  19.Loch >El Restaurante< - ausklingen lassen sollte. Das Clubrestaurant ist übrigens ausgezeichnet! Alles was aus Küche und Keller kommt ist absolut empfehlenswert!

Doch es ist nicht nur der "Campo Sur", den zu spielen grossen Spass bereitet. Auch  eine Runde am  "Campo Norte" bereitet nicht minder grosses Vergnügen.
Real Club de Golf Guadalmina - Campo Norte
Die teilweise ebenfalls anspruchvollen 18-Loch Par 72 Spielbahnen,   tragen die Handschrift des spanischen Golfplatzarchitekten Folco Nardi und wurden 1973 eröffnet. Sie ziehen sich auf einer Länge von 5,600 Meter
(gelb:5470m/rot;4790m), zunächst in Nord-Westliche Richtung mit dem Blick auf die imposante Sierra de la Nieve und den "La Concha" im Hintergrund. Während die zweiten neun Loch in südliche Richtung verlaufen. 

Ein intensives Clubleben

1989  vervollständigte ein Par 3 Übungsplatz, dazu Putting und Chipping Greens das Trainingsangebot und daher ein guter Boden für eine erfolgreiche  Jugendarbeit. Der beste Beweis ist Azahara Muñoz-Guijarro (*1987)
Azahara Muñoz-Guijarro 
die bereits erfolgreich auf der LPGA Tour und der Europaen-Ladies Tour unterwegs ist
.  Aber auch Noemí Jiménez , Rocío Sánchez Lobato, Laura Cabanillas und die Geschwister Esther und Ángel Ibáñez, genauso wie Sergio Gutiérrez, Casto Gómez haben sich mit ihrem Golf-Talent einen Namen gemacht und tragen zur Bekanntheit des Clubs bei
Natürlich steht der sportliche Aspekt des Golfspiels an erster Stelle - doch im >Real Club de Golf Guadalmina"  wird auch ein intensives gesellschaftliches Miteinander unter den mehr als 2000 Mitgliedern, die aus 17 verschiedenen Ländern stammen,intensiv gepflegt.
Nicht zuletzt war  das auch mit ein Grund, dass König Juan Carlos I. im Jahr 2008 den Golfclub, der sich mit Stolz zu den ältesten Golfanlagen an der Costa del Sol zählen kann, per königlichem Dekret den ehrenvollen Titel "Real Club de Golf Guadalmina" verliehen hat und seitdem ziert auch die königliche Krone das Clubemblem.

Torre de las Bevedas  und Terme de las Bovedas






Basilica Praecristiana >Vega del Mar<